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Die
kundenfokussierte Mitarbeiterführung
Die
kundenfokussierte Führung richtet die Mitarbeiter voll und ganz auf den
Kunden aus. Die Schlüsselfragen, die dabei immer wieder zu stellen sind,
lauten:
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Wer genau ist
der Kunde?
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Wie ‚tickt’ er
emotional?
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Was will und
braucht er wirklich?
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Was ist gut
und richtig für ihn?
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Was hält er
von unserer Leistung?
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Was fängt er
damit an?
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Wie können wir
helfen, unsere Kunden erfolgreich und damit glücklich zu machen?
Und wie erfahren
Sie all das? Nicht am grünen Tisch, nicht durch Studien und Statistiken,
sondern nur durch regelmäßige, offene Dialoge mit den Kunden!
Kundenfokussiert zu verkaufen heißt zum Beispiel: Nicht glauben, zu
wissen, was der Kunde nötig hat und nützlich findet, sondern die
Mitarbeiter anhalten, unaufhörlich Kunden-Rückmeldungen einzuholen.
Die
kundenfokussierte Haltung eines Unternehmens beginnt in den Köpfen der
Führungskräfte. Nicht, was wir am besten können, was richtig für uns und
gut für die Geldgeber ist, sondern was passend für unsere Kunden ist,
steht im Fokus. Denn vor dem Geldverdienen kommt der Kunde. Und
Geldscheine sind Stimmzettel!
Für den
Mitarbeiter heißt das: Im Zweifel dem Kunden und nicht dem Boss
gefallen, seine ganze Energie auf den Kunden und nicht auf die
Führungskraft konzentrieren. Und das erfordert in manchen Unternehmen
eine Menge Mut.
Die
kundenfokussierte Führung ist folgendermaßen geprägt:
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die
Mitarbeiter werden als interne Kunden gesehen – und auch so
behandelt
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die
Mitarbeitermotivation wird regelmäßig gemessen und ist hoch
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die
Führungskraft lebt Kundenorientierung sichtbar vor
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die Ziele der
Mitarbeiter sind auf Kundenorientierung ausgerichtet
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über
kundenorientierte Einstellungen wird regelmäßig gesprochen
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kundenorientiertes Verhalten wird gefördert, gefordert, gemessen,
gelobt und belohnt
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an
kundenorientierter Prozess-Optimierung wird fortlaufend gearbeitet
Auf eine Gefahr
sei dabei allerdings hingewiesen: Dort, wo durch Prämien und Incentives
belohnte Kundenorientierung sehr im Fokus steht, ist darauf zu achten,
dass der Mitarbeiter nicht überzieht und hierdurch zwanghaft künstlich
wirkt. Oder gar die Kunden zu sehr bedrängt und damit überfordert und
abschreckt. Kundenorientierung braucht also ein ‚Tuning’, um jederzeit
im grünen Bereich zu sein.
Jeder Mitarbeiter
ein Verkäufer
In
kundenorientierten Unternehmen kommen möglichst alle Mitarbeiter ‚live’
mit Kunden zusammen. Oder sie hören zumindest ständig Geschichten über
die Kunden – und zwar vorzugsweise Erfolgsgeschichten. Ein Beispiel: Bei
einem mittelständischen Futtermittel-Hersteller trafen sich seit Jahr
und Tag die Mitarbeiter der Zentrale zu einem geselligen
Mittwochsfrühstück. Nun werden hierzu auch Außendienst-Mitarbeiter
eingeladen, die über ihr Verkaufsgebiet berichten,
Innendienst-Mitarbeiter erzählen über ihre Besuche bei Kunden und
manchmal kommen sogar Kunden und schildern die Probleme bzw. Erfolge mit
dem Einsatz der Produkte dieses Unternehmens.
In
kundenorientierten Unternehmen kennt das Management seine Kunden nicht
nur aus den Berichtsbänden der Marktforschungsinstitute – sondern
persönlich. Für viele Führungskräfte bedeutet dies, womöglich erstmals
mit einem Kunden von Angesicht zu Angesicht zu reden.
IKEA-Führungskräfte besuchen beispielsweise die Kunden zu Hause, um zu
sehen, wie sie so leben. Und samstags sitzen sie mit an der Kasse.
Fast jeder im
Unternehmen kann heute direkt oder indirekt zur Anlaufstelle für den
Kunden werden. Deshalb braucht nicht nur das Sales-Team, sondern
letztlich jeder einzelne Mitarbeiter im Unternehmen Kundenorientierung.
Der Kunde jedenfalls beurteilt ein Unternehmen als Einheit. Er
entscheidet, wann er wie mit welchem Mitarbeiter in Kontakt tritt. Er
will von jedem eine Spitzenleistung, da unterscheidet er nicht zwischen
Chef und Azubi. Wenn auch nur ein einziger Mitarbeiter patzt, war aus
Sicht des Kunden 'der Laden' schuld.
Kunden zu
Verkäufern machen
Wer durch und
durch begeistert ist, wird gerne als Empfehler aktiv. Empfehler sind die
besten Verkäufer, die Sie gewinnen können: uneigennützig,
unwiderstehlich, unbezahlbar. Wer beginnt, ein Unternehmen mit Inbrunst
und Leidenschaft weiter zu empfehlen, wird dieses kaum mehr verlassen.
So kommt man zu Kunden mit quasi eingebauter Bleibe-Garantie.
Empfohlenes
Geschäft ist im Wesentlichen schon vorverkauft. Dies führt bei dem, der
die Empfehlung erhält, zu einer positiveren Wahrnehmung, zu einer
höheren Gesprächsbereitschaft und zu zügigen Entscheidungen. Daraus
ergeben sich eine geringere Preis-Sensibilität, höherwertige Abschlüsse
und ein loyaleres Geschäftsgebaren. Und schnell entsteht neues
Empfehlungsgeschäft. Die Kernfrage lautet somit:
Wie mache
ich meine Kunden (und Kontakte)
zu
Topp-Verkäufern meiner Angebote und Services?
Den Empfehler
treibt nicht Profit, sondern vielmehr das Bestreben, jemand zu
sein, also bei anderen gut dazustehen oder etwas beizutragen, also
anderen Gutes zu tun. Mit einer erstklassigen Empfehlung kann man sich
schmücken und sein Selbstwertgefühl steigern. Man kann sich als Kenner
präsentieren. Man kann Menschen beeinflussen. Und Freundschaften
festigen. Eine Empfehlung ist immer subjektiv und sehr persönlich. Denn
sie sagt auch etwas über die eigene Wertewelt. Und: Wir empfehlen
niemanden, den wir nicht leiden können.
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