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Die schärfste
Waffe des Kunden
Loyalität - und
nicht Konsumverzicht - ist die schärfste Waffe des Verbrauchers. Denn
irgendwann wird jeder wieder kaufen (müssen), fragt sich nur, bei wem!
Kundenloyalität zu erzeugen ist damit die wichtigste und gleichzeitig
vorrangigste unternehmerische Herausforderung der Zukunft. Wer in
Loyalitätsmarketing investiert, wird sich erfolgreich von der
allgemeinen Marktentwicklung abkoppeln können, der liegt in Zukunft
vorn!
Loyalitätsmarketing heißt: die Blickrichtung wechseln, die eigene
betriebliche Welt mit aller Konsequenz durch die Brille der Kunden
betrachten, deren Kopf und Herz erobern wollen.
Immer-wieder-Kunden und aktive positive Empfehler stehen dabei im
Zentrum aller Aktivitäten. Wo allerdings der Sirenengesang der Börsianer
nach Quartalsberichten ruft und wo sich Wirtschaftseliten aus
machtpolitischem Kalkül lieber mit Fusionen statt mit Kunden schmücken,
da werden die Interessen der Kunden mit Füßen getreten. Und da ist der
Weg zum loyalen Käufer weit. Denn Loyalität braucht Zeit zum Wachsen.
Wie das
Loyalitätsmarketing funktioniert
Fehlende Loyalität
des Arbeitgebers erzeugt automatisch fehlende Loyalität bei Mitarbeitern
und Kunden. Wer also Loyalität will, muss diese - beim Top-Management
beginnend - aktiv leben, fördern und fordern. Von dort muss der
Loyalitätsfunke auf alle im Unternehmen überspringen.
Loyalitätsführer
bevorzugen langfristige Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern,
Lieferanten, Partnern und Investoren. Dies verändert das
Führungsverhalten und die Unternehmenskultur auf positive Weise. Denn
alle Mitarbeiter im Unternehmen orientieren sich an der Führungsspitze.
Loyalitätsmarketing ist nicht mit einem flotten Zehn-Punkte-Programm und
auch nicht mit den üblichen Checklisten zu machen. Patentrezepte gibt es
nicht. Denn Loyalität funktioniert bei jedem Individuum unterschiedlich
und stellt sich in jedem Unternehmen anders dar. Ein lohnender Weg zum
Ziel: Verabschieden Sie sich doch einmal von Ihrer klassischen
Zielgruppen-Segmentierung und bilden Sie die folgenden drei Kategorien:
-
nicht loyale
Kunden
-
bedingt loyale
Kunden
-
durch und
durch loyale Kunden
Definieren Sie die
Kriterien, die etwa einen durch und durch loyalen Kunden kennzeichnen.
Dann analysieren Sie ganz genau, wie Sie an diese gekommen sind, was sie
auszeichnet und wie sie sich verhalten. Mit diesem Wissen lassen sich
Profile und Prozesse erstellen, mit deren Hilfe man systematisch auf die
Suche nach neuen loyalen Kunden gehen kann.
So lernen Sie
auch, solche Kunden zu meiden, bei denen alle Loyalisierungsbemühungen
zwecklos sind. Denn Loyalität lässt sich nicht bei Allen und Jedem
erreichen. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich übrigens drei
unterschiedliche Loyalitäten:
-
die zum
Unternehmen als solchem
-
die zu den
Angeboten und Services bzw. Marken des Unternehmens
-
die zu den
Mitarbeitern und Ansprechpartnern
In vielen
Dienstleistungsbranchen ist die Loyalität zum Ansprechpartner am
höchsten, vor allem dann, wenn es um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
geht. Starke Marken erzeugen oft eine mächtige Markenloyalität. So kann
es beispielsweise passieren, dass ein Kunde seiner Automarke treu
bleibt, jedoch seinen angestammten Händler verlässt, weil sein
langjähriger Betreuer in ein anderes Autohaus wechselt.
Die Mitarbeiter
als Loyalitätsmacher
Die Mitarbeiter
sind die Umsetzungsverantwortlichen des Marketing und die maßgeblichen
Loyalitätsmacher. Je individueller die Leistung für den einzelnen Kunden
erbracht wird und je unmittelbarer der Kunde-Mitarbeiter-Kontakt
ausfällt, desto stärker ist das Gefühl emotionaler Verbundenheit. Und
dort, wo Produkte nicht mehr faszinieren können, da müssen es die
Menschen tun.
Wo persönliche
Kontakte fehlen, sinkt automatisch die Kundenloyalität. Dies ist der
erste Schritt zum Kundenverlust. Wer dagegen 'seinem' Verkäufer
emotional und dauerhaft verbunden ist, der wird diese Loyalität auch auf
das Produkt übertragen. In meinen Büchern Zukunftstrend
Kundenloyalität und Zukunftstrend Mitarbeiterloyalität (beide
im BusinessVillage Verlag erschienen) steht übrigens ganz genau, wie das
alles im Einzelnen funktioniert.
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