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Arnie meint ...

Arnie ist das Maskottchen von themanagement.de - ein neugieriger und manchmal etwas vorlauter Graupapagei. Deshalb macht er sich auch reichlich Gedanken zu dem, was um ihn herum geschieht. 
An dieser Stelle bekommt Arnie Gelegenheit, seine Gedanken zum Zeit- und Wirtschaftsgeschehen und zu allem, was ihn sonst noch bewegt, kundzutun.
Ein nicht ganz ernst gemeinter Blick auf die Welt aus Papageiensicht:

Auf dieser Seite: Ältere Gedanken von Arnie

Arnie will Guru werden
Arnie sucht nach dem Sinn mancher Entwicklungen in der Informationstechnologie

 
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Arnie will Guru werden.

Unser Maskottchen erklärte uns neulich, dass er Guru werden will. Nein, nichts Sektiererisches. Arnie will Management-Guru werden.
Er hat sich das genau überlegt. Die Perspektiven sind verlockend. Gurus sind bekannt und populär. So etwas schlägt sich auf das Einkommen nieder. Tom Peters zum Beispiel nennt eine Farm mit elf Gebäuden und allem, was dazugehört, sein Eigen. Edward de Bono hält Seminare auf seiner eigenen Insel nahe Venedig ab.
Außerdem macht es Spaß, Guru zu sein. Die ersten Werke der Gurus, die ihnen zu Ruhm und Bekanntheit verholfen haben, mussten noch richtig sachliche Inhalte haben, idealerweise sogar neue! Ist man aber erst mal als Guru anerkannt, kann man praktisch schreiben was man will. Sehen Sie sich die Homepage von Tom Peters an – man sieht förmlich welchen Spaß der Mann daran hat, sich der Welt mitzuteilen. Oder nehmen Sie Henry Mintzberg. Früher schrieb er Bücher wie „Structuring of Organisations“ (1978) oder „Die Strategische Planung. Aufstieg, Niedergang und Neubestimmung“ – ziemlich sachlich. 1999 folgte die „Strategy Safari“. Das hatte auch noch recht sachliche Inhalte, doch man merkte Mintzberg das Vergnügen an, die Strategieschulen zu kritisieren, die er nicht vertritt. In seinem neusten Buch (2001 „Wie ich lernte das Fliegen zu hassen“) gibt er sich zwar Mühe, noch einen Bezug zum Management herzustellen, aber eigentlich schreibt er nur noch über das, was er der Welt gern mitteilen möchte. Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Buch über Ihre Erlebnisse mit der Bundesbahn geschrieben. Hätten Sie auch nur einen Verlag dafür gefunden? Herr Mintzberg brachte es mit seinen Flugerlebnissen per heute (30.4.2001) auf Rang 141 in der Amazon.de-Verkaufswertung! Sehen Sie – sagt Arnie – Guru muss man sein!

Arnie meint, es gar nicht so schwer, Guru zu werden. Als Grundvoraussetzung benötigt man eine Art Sponsor für den man arbeitet. Idealerweise ist das eine möglichst renommierte Universität, eine renommierte Unternehmensberatung ist auch akzeptabel. Durch seine Arbeit dort bekommt man nicht nur einen gesicherten Lebensunterhalt, sondern auch jede Menge Erfahrungen und Wissen – und das ist das Grundgerüst für die Karriere als Guru. Wenn man dann auf Basis des solcherart erworbenen Wissens das erste revolutionäre Modell entwickelt und das erste bahnbrechende Buch geschrieben hat, muss man nur darauf achten, dass der eigene Name nicht hinter dem klangvollen Namen des Sponsors zurücktritt. Arnie kann zum Beispiel gar nicht begreifen, dass der extrovertierte Tom Peters es zugelassen hat, dass das von ihm (zur Hälfte) entwickelte Modell ‚McKinsey 7S’ heißt. Stellen Sie sich die Werbewirkung vor: ‚Tom Peters 7S’!
Arnies Entschluss Guru zu werden steht jedoch fest. Wen er sich als Sponsor auserkoren hat, können Sie sich sicherlich denken. Aber es kommt ja auch uns zu Gute, wenn Zeitungen und Biographen schreiben „Der Management-Guru Arnie ist seit Jahren tätig für das führende Management-Portal themanagement.de“!

Hinweise für alle, die jetzt auch Guru werden wollen:
Die Webseiten Ihrer künftigen Kollegen, die bereits Guru sind, finden Sie in unserer Knowledgebase.
Einen 10-Schritte-Guide wie man Guru wird hat das CIO Magazin zusammengestellt.

Viel Erfolg!


Arnie sucht nach dem Sinn mancher Entwicklungen in der Informationstechnologie

Als Firmenmaskottchen ist Arnie in unseren Postverteiler aufgenommen. Besonders interessiert er sich für Werbung (weil es solchen Spaß macht, knallbunte Prospekte in kleine Schnipsel zu zerlegen).
Ein Angebot in dem jüngsten Vobis-Prospekt fand Arnies ganz besonderes Interesse: Die große Freiheit für Notebook und Drucker mit Bluetooth-Technologie!. Es ist wirklich ein einmaliges Angebot – man kann sein Notebook mit einer Bluetooth PCMCIA-Card (DM 449,--) und seinen Drucker mit einem Bluetooth Printing Module (DM 449,--) ausstatten. Dann sind Notebook und Drucker endlich frei voneinander (was sie sicher schon immer sein wollten) und können ganz ohne Kabel miteinander kommunizieren!
Nun möchte Arnie nicht gleich den Nutzen der drahtlosen Informationsübertragung als Ganzes in Frage stellen. Im letzten Urlaub waren die Infrarotschnittstellen an Handy und Notebook die einzig funktionierende Möglichkeit zum E-Mail Abruf. Trotzdem grübelt Arnie seitdem, warum er insgesamt DM 898,-- dafür ausgeben soll, dass er nun drahtlos drucken kann. Wenn er nun nicht mit dem Fortschritt geht, und sich ein altmodisches Druckerkabel kauft, kostet ihn das rund DM 20,--!

Muss man eigentlich alles kaufen, nur weil es technisch machbar ist?
(April 2001)

 
     
 

 

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Stand: 22. Februar 2010