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WIKIPEDIA – Das Wissen der Welt

 

 

Die Wikipedia verspricht all das einzulösen, was man sich für das World Wide Web immer schon gewünscht hat. Das komplette Wissen dieser Welt jederzeit für jedermann verfügbar zu machen. In Ansätzen klappt das schon. Jeder darf mitmachen und kann davon profitieren.

Die Wikipedia ist eine Online Enzyklopädie auf Basis eines Wikis. So ist schon einmal der Name erklärt. Dahinter steckt ein rasant wachsendes Lexikon dessen Leser gleichzeitig dessen Autoren sind. Denn Beiträge verfassen, korrigieren, ergänzen und ändern darf jeder, der sich dazu berufen fühlt. Tausende haben das bisher getan. So umfasst die deutschsprachige Ausgabe, die zweitgrößte Lokalisation, inzwischen knapp 100.000 Einträge, die Englische nicht ganz das Dreifache. Das ist viel, aber auch nicht. Im Vergleich zum Wissen der Menschheit nicht mehr als eine Träne im Ozean.

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Was ist nun ein Wiki? Man könnte es als eine Art gemeinschaftlichen Notizblock bezeichnen. Erdacht hat das eigentlich WikiWikiWeb genannte Konzept Ward Cunningham im Jahr 1996. Wiki Wiki kommt übrigens aus dem Hawaiianischen und bedeutet so viel wie "schnell". Die Wikipedia ist ein Projekt der amerikanischen Wikimedia Stiftung.

Das Projekt bietet einige Vorteile im Vergleich zu traditionellen Lexika. Schwere Folianten sind nicht mehr erforderlich. Wikipedia ist nicht nur kostenlos, es ist vor allem aktueller als es ein gedrucktes Werk je sein kann. Und es wir niemals fertig.

Da sich der Inhalt auch Tausenden unterschiedlichen Quellen speist, muss auch das Ergebnis zwangsläufig recht uneinheitlich ausfallen. Doch es steht jedem frei, miserable Beiträge durch bessere zu ersetzen. Hochwertige Artikel finden sich ebenso wie schnell hingeschriebene Zweizeiler. Ausgewählte Beiträge liest man in der Rubrik "Exzellente Artikel".

Autoren müssen umdenken. Das geschriebene Wort ist nicht mehr "heilig". Wer mitmacht, kann nicht mehr darauf bestehen, dass seine Texte unverändert bleiben. Das Produkt ist öffentlich und darf sogar weiterverbreitet werden.

Wo jeder editieren, korrigieren, ergänzen, anfügen und sogar löschen darf, da können Probleme nicht ausbleiben. Die tägliche Praxis spricht eine andere Sprache. Denn die Wikipedia funktioniert. Virtuelles Rabaukentum, Manipulationen und Graffiti kommen zwar vor, werden aber rasch abgefangen. Jede Änderung unterliegt der Kontrolle aller Nutzer, die alles jederzeit erneut korrigieren können - und dies auch tun. Und verloren geht gar nichts, alte Versionen werden stets aufgehoben. Schließlich erhalten auch traditionelle Lexika Fehler. Ausbessert werden können diese aber immer erst mit einer neuen Version des jeweiligen Bandes. Moderne CDROM Ausgaben haben es da zwar leichter, doch haben sich diese nie wirklich durchgesetzt.

Wenn es ein Problem gibt, dann dieses: Der Erfolg macht der Enzyklopädie zu schaffen. Immenser Traffic zieht mitunter die Antwortzeiten in den Keller. In der ersten Juniwoche kollabierte gar die Datenbank und Wikipedia ging offline.

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Dauerhaft bezahlt werden soll das durch Spenden und Merchandising, also den Verkauf von T-Shirt, Baseball-Kappen und Tragetaschen. In Deutschland versuch man es mit gedruckten Broschüren, deren Inhalt sich aus der Wikipedia speisen. Auch eine CDROM mit dem kompletten Inhalt ist geplant. Ein Geschäftsmodell, dem sich auch Dr. Web seit Jahren zumindest teilweise bedient. Außerdem nimmt man derzeit die Gründung eines Vereins in Angriff.

Die Arbeit mit der Wikipedia
Das Bearbeiten vorhandener Artikel ist nicht nur erlaubt, es ist ausdrücklich erwünscht. Anmelden muss man sich dazu nicht, es empfiehlt sich aber. Jeder Seite enthält einen Reiter für die Funktion "Bearbeiten". Dahinter verbirgt sich kein Quellcode, sondern ein Text, angereichert mit Steuerzeichen für die Funktionalität des Wikis.

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Seite ändern

Solche Steuerzeichen sind nötig für das Einfügen von Bildern, Setzen von Hyperlinks und so weiter. Über die Buttons kann eine Textpassage fett oder kursiv gestellt werden, können Formeln, Signaturen oder Linien eingefügt werden. Das Wiki erlaubt auch Tabellen und Listen.

Jeder Text innerhalb der Wikipedia ist heftig mit internen Links durchsetzt. Wenn diese in roter Farbe erscheinen, dann fehlt die entsprechende Information noch. Hier ergibt sich die Gelegenheit einen neuen Beitrag komplett selbst aufzusetzen. Eine ausführliche Wunschliste gibt es auch. Es wird garantiert jeder mitteilungsfreudige Gelegenheits-Autor fündig. Eigene Beiträge kann man sich jederzeit wieder anzeigen lassen und natürlich auch Änderungen über eine Beobachtungsliste verfolgen.

Links

 

 

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Dr.Web.

Quelle des Beitrags

http://www.drweb.de/netlife/wikipedia.shtml