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Pressemitteilung - Pressemitteilung im
Managementportal
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Maschinen- und Anlagenbauer könnten viel Geld sparen
Unternehmen haben große Defizite beim Working Capital Management
Durch ein professionelleres Management ihres Netto-Umlaufvermögens (Working
Capital Management) könnten Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in
Deutschland viel Geld sparen. Das legen die Ergebnisse einer KPMG-Umfrage unter
128 deutschen Unternehmen dieser Branche mit einem Umsatz von mehr als 100
Millionen Euro nahe. Fast alle Unternehmen messen zwar der Verwendung jenes
Umlaufvermögens hohe Bedeutung bei, das nicht zur Abdeckung der kurzfristigen
Verbindlichkeiten ge-bunden ist. Doch 70 Prozent steuern diesen Teil nicht sehr
konsequent. Statt durch professionelles Working Capital Management im eigenen
Unternehmen potenzielle Liquidität freizusetzen, werden oftmals Kredite
aufgenommen, die den Jahresüberschuss belasten. Mehr als die Hälfte der
Unternehmen sieht dies selbst kritisch und macht hier großes
Verbesserungspotenzial aus.
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Uwe Achterholt, Partner und Leiter des Bereichs Diversified Industrials bei
KPMG: "Die Unternehmen sind sich einig, dass das Hauptziel des Working Capital
Managements die Freisetzung von Liquidität sein sollte. Das lässt sich
beispielsweise erreichen, indem man Forderungen schneller realisiert oder
längere Zahlungsziele bei Verbindlichkeiten vereinbart. Doch oft wird versäumt,
solche Maßnahmen zielgerichtet zu steuern. Bei Unternehmen des Maschinen- und
Anlagenbaus ist das Umlaufvermögen mit durchschnittlich 80 Tagen im Vergleich zu
anderen Branchen sehr lange gebunden. Das hat zur Folge, dass sie mehr
Fremdkapital aufnehmen als eigentlich notwendig. Die dafür fälligen
Zinszahlungen belasten das Jahresergebnis. Hier ließe sich viel Geld sparen."
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Ein Beispiel: Ein Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 500 Mio. Euro und
einer Kapitalbindungsdauer von 80 Tagen könnte durch eine Verringerung der
Kapitalbindungsdauer um nur fünf Tage bereits 6,9 Mio. Euro Liquidität
freisetzen. Bei einem angenommenen gewichteten Eigen-/Fremdkapitalkostensatz von
sieben Prozent ließen sich somit Zinsbelastungen in Höhe von 483.000 Euro
einsparen.
Uwe Achterholt: "Oft scheitert eine konsequente Steuerung des Working Capital
an fehlendem Know-how, unklaren Verantwortlichkeiten oder mangelnder
Entscheidungskompetenz. Erschwerend kommt hinzu, dass verschiedene
Unternehmensbereiche wie Vertrieb, Einkauf und Supply Chain Management zum Teil
sich widersprechende Interessen verfolgen. Dadurch können Konflikte entstehen,
die die unternehmensübergreifenden Ziele wie die Verringerung der Kapitalbindung
gefährden. Umso wichtiger ist es, in den unterschiedlichen Unternehmens- und
Funktionsbereichen ein ganzheitliches Working Capital Management-System zu
verankern."
Das wird durchaus auch von den befragten Unternehmen gesehen, wie die Umfrage
zeigt. Jedes zweite (52 Prozent) gibt an, dass es eine umfassende WCM-Richtlinie
für wichtig hält, doch nur in jedem vierten (26 Prozent) ist eine solche
vorhanden. Offenbar schrecken jedoch viele vor dem entsprechenden Aufwand
zurück, den Erstellung, konzernweite Abstimmung und Einführung verursachen.
Die Studie "Working Capital Management im deutschen Maschinen- und
Anlagenbau" steht
hier kostenlos zum Download (PDF, 861 KB) auf den Internetseiten von
kpmg.de
bereit.
Quelle: KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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