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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

In allen Branchen, in allen Regionen: Talentmanagement ist die größte Herausforderung für Personalmanager

Weltweite Umfrage der Boston Consulting Group und der World Federation of Personnel Management Associations bei 4.741 Führungskräften in 83 Län­dern zeigt heutige und künftige Prioritäten im Personalbereich

Ob in Argentinien, Australien, Chile, Großbritannien, Indien, oder Südafrika: Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und langfristig an ein Unternehmen zu binden ist die wichtigste Zukunftsaufgabe im Personal-management. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Creating People Advantage: How to Address HR Challenges Worldwide Through 2015", die gemeinsam von The Boston Consulting Group (BCG) und der World Federation of Personnel Management Associations (WFPMA) durchgeführt wurde. Die Studie basiert auf einer Befragung von 4.741 Führungskräften aus 83 Ländern.

Die Führungskräfte aus HR- und anderen Managementfunktionen wurden befragt, wie sie den künftigen Handlungsbedarf bei 17 Personalthemen einschätzen. Neben Talentmanagement genießen die Themen "Entwicklung von Führungskompetenz" und "Work-Life-Balance" international hohen Stellenwert. Wo die größten Heraus­forderungen liegen und wie es um die heutigen HR-Fähigkeiten bestellt ist, ermit­telt die Studie nicht nur auf globaler Ebene, sondern auch jeweils für sieben Regio­nen und 29 Länder; 17 sogenannte Fokusländer wurden zusätzlich besonders detailliert untersucht.

 

 

 

"Es ist die umfassendste globale HR-Studie, die jemals vorgelegt wurde, und sie liefert klare Erkenntnisse zu den Herausforderungen, mit denen sich Unternehmen auf Personalseite konfrontiert sehen", so Florent Francœur, Präsident der WFPMA, einer der weltweit führenden HR-Organisationen.

Weltweite Mitarbeitersuche nimmt zu
In neun der 17 Fokusländer, u. a. in den USA, Australien, Singapur, Japan und Großbritannien, wurde Talentmanagement als wichtigste HR-Herausforderung genannt; in 14 der 17 Länder, darunter auch Deutschland, als eines der Top-3-Themen. Um dem drohenden Beschäftigtenmangel vorzubeugen, erwarten die befragten Führungskräfte, dass die globale Suche nach qualifizierten Mitarbeitern zunimmt. Zudem planen Unternehmen verstärkt, Standorte dorthin zu verlagern, wo der Personalbedarf einfacher zu decken ist.

 

 

"Ob Kraftwerkstechniker oder der IT-Programmierer einer Bank: Es könnte bald schwieriger werden, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten, als über einen Börsengang Kapital zu beschaffen", sagt Rainer Strack, BCG-Senior-Partner und einer der Autoren der Studie. "In der westlichen Welt werden die Beschäftig-ten älter, während die stark wachsenden Unternehmen in Schwellenländern einen fast unstillbaren Personalhunger haben. Wer in der Gunst der Mitarbeiter vorn liegt und mit einer internationalen Personalstrategie punkten kann, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorsprung."

Die Verbesserung der Leadership-Fähigkeiten wird in 10 der 17 Fokusländer als eines der drei wichtigsten Zukunftsthemen bewertet – und zwar in Industrieländern wie den USA und Japan ebenso wie in Schwellenländern wie China und Indien. Dagegen hat dieses Thema für die in Europa befragten Führungskräfte eher nachgeordneten Stellenwert.

lexible Arbeitszeiten entwickeln sich zum weltweiten Standard
Eine Verbesserung der Work-Life-Balance wurde mit Ausnahme des pazifischen Raums in allen Regionen als Priorität in der Personalführung eingestuft – in Argentinien und Chile, Brasilien, Kanada, Indien, Italien, Singapur und Südafrika rangiert das Thema auf einem der ersten drei Plätze. Flexible Arbeitszeiten sind Dreh- und Angelpunkt aller Maßnahmen, die auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben abzielen. Weltweit gaben über 60 Prozent der Führungskräfte an, dass es in ihren Unternehmen bereits flexible Arbeitszeiten gibt, und fast 80 Prozent wollen sie bis 2015 einführen. Das Angebot von Teilzeitarbeit wurde als zweithäufigste Maßnahme für die Zukunft genannt.

"Die Zeiten, in denen Arbeitnehmer ihren Unternehmen um jeden Preis die Treue hielten, sind sicherlich vorbei", stellt Michael Leicht, ein weiterer Mitautor der Studie, fest. "Gerade die besten Mitarbeiter treffen ihre Karriereentscheidungen häufig auf Basis von weichen Faktoren wie flexiblen Arbeitszeiten und emotionaler Zufriedenheit mit ihren Aufgaben und der Unternehmenskultur."

Bei Demografiemanagement gehen die Meinungen auseinander
Während einige Themen weltweit übereinstimmend bewertet werden, differieren in anderen Fällen die Einschätzungen stark. So wurde "Demografiemanagement", global auf Platz 4, von Führungskräften in den USA, Kanada, Australien und weiten Teilen Europas (insbesondere in Deutschland, Frankreich und Italien) als dringendes Thema eingestuft. Führungskräfte in Japan sehen Demografiemanagement jedoch nicht als prioritäre HR-Zukunftsaufgabe an – und zwar deswegen, weil sie sich bereits seit Jahrzehnten damit beschäftigen.

"Viele Unternehmen unterschätzen den Verlust von Know-how und Produktivität, wenn ganze Mitarbeiterkohorten altern oder sich in den Ruhestand verabschieden. Sie müssen bereits heute abschätzen, wo in fünf oder zehn Jahren Engpässe zu erwarten sind", warnt Strack. Er empfiehlt, die Kapazitäts- und Produktivitätsrisiken für jeden Standort, jeden Bereich und jeden Jobtyp zu analysieren und frühzeitig mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

Methodik der Studie
The Boston Consulting Group und die Europäische Vereinigung für Personal­führung (EAPM) führten zum Jahreswechsel 2006/2007 eine Onlinebefragung von 1.355 Führungskräften aus 27 europäischen Ländern durch. Mit 102 Personalver­antwortlichen europäischer Unternehmen führte BCG vertiefende Interviews. Zwischen September und November 2007 wurde in Zusammenarbeit mit The World Federation of Personnel Management Associations (WFPMA) eine welt­weite Onlineumfrage mit weiteren 3.386 Teilnehmern aus 56 Ländern durch­geführt; hinzu kamen 118 Interviews mit Führungskräften. Insgesamt beteiligten sich 4.741 Führungskräfte aus 83 Ländern an den beiden Umfragen, zusätzlich interviewte BCG 220 Führungskräfte.

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Quelle: Pressemitteilung The Boston Consulting Group

 

 

 

 

 

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Stand: 01. November 2010