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Was Strategen vom Web 2.0 lernen können
Roland Berger: Virtuelle und reale Netzwerke ähnlicher als bisher angenommen
Virtuellen Gemeinschaften im Internet und erfolgreiches B2B-Marketing zeigen
erstaunliche Parallelen. Viele Erfolgsprinzipien der Communities im Internet
lassen sich auf die echten Netzwerke von Entscheidern anwenden. Das ist eine der
zentralen Thesen des neuen Buchs "Eliten-Marketing – Wie Sie Entscheider
erreichen" von Roland Berger Strategy Consultants, das am 14. Februar 2008
veröffentlicht wird. Immer häufiger schließen sich Internetnutzer zu virtuellen
Communities zusammen."Die Gründe warum solche Netzwerke entstehen sind ebenso
vielfältig wie die angebotenen Inhalte. Auffällig ist, dass die Mitglieder
solcher virtuellen Systeme in fast allen Fällen das Vorhandensein gewisser
Grundregeln akzeptieren und diese auch freiwillig einhalten", meint Buchautor
Torsten Oltmanns, Global Marketing Director bei Roland Berger. Diese
Grundprinzipien weisen erstaunliche Ähnlichkeit zu den Gesetzmäßigkeiten der
Entscheider-Kommunikation auf. "Unsere Untersuchungen und Befragungen der
Entscheider haben gezeigt, dass gerade die Eliten in ihrer Kommunikation
ähnliche Charakteristika aufweisen", so der Marketing Director.
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Kommunikation auf Augenhöhe schafft Autonomie und Glaubwürdigkeit
Dazu gehört, dass virtuelle wie reale Netzwerke vorrangig auf "gleicher
Augenhöhe" entstehen. Menschen ähnlicher Hierarchiestufe können auch offener
miteinander
kommunizieren. Daraus ergibt sich das Prinzip der "Autonomie": Mitglieder von
Online Communities und Entscheidernetzwerken erwarten gleichermaßen, dass ihre
Gemeinschaft durch keine interne Hierarchie kontrolliert wird. Der autonom
organisierte Aufbau trägt auch dazu bei, Hintergründe, Motive und Sachkenntnis
anderer Teilnehmer einschätzbar zu machen, was wiederum die "Glaubwürdigkeit"
des Austausches erhöht. |
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"Glaubwürdigkeit ist der entscheidende Faktor –
in der
Entscheider-Kommunikation ebenso wie im Internet", sagt Oltmanns.
Gästemanagement auch im www zentraler Erfolgsfaktor
Im virtuellen Raum und im realen Leben sind Organisatoren nötig, die den Anstoß
für den Aufbau eines Netzwerkes geben, die Themen platzieren und dafür sorgen,
dass
die Community am Leben bleibt. Das "Hosting" solcher Networks vollzieht sich
dabei in der "echten Welt" in Form von Locationsuche, Gästemanagement,
Redneransprache
und anderen Organisationsfragen. Im Internet sind ähnliche Aufgaben zu lösen. Es
muss ein Forum eingerichtet, Themen und Inhalte definiert, mögliche Teilnehmer
angesprochen, sowie Nutzer, die gegen die Regeln verstoßen,
ausgeschlossen werden.
Communities: "Es kann nur einen geben …"
Das fünfte gemeinsame Merkmal von realen und virtuellen Netzwerken ist das
Phänomen der Selbstverstärkung: Spricht eine Community die richtigen
Interessenten
in ausreichender Zahl an, so erzeugt dies eine eigene, selbstverstärkende
Dynamik. Mit der Ausdehnung wächst der Nutzen und damit wiederum sinkt der Reiz
für
die User, andere Angebote wahrzunehmen. Es sind die "Increasing Returns", die
die Überlebensfähigkeit bzw. Dauerhaftigkeit einer Community bestimmen. Denn auf
Dauer kann es für jedes Themenfeld nur wenige erfolgreiche Communities geben.
Oft überstrahlt sogar nur ein Anbieter alle anderen, wie wir es im Internet mit
Wikipedia oder XING erleben können.
"Mit der Überprüfung der eigenen Kommunikationsaktivitäten anhand dieser fünf
Grundprinzipien, können Marketingverantwortliche auf einfache Weise die
langfristigen Erfolgschancen ihrer Networking-Strategie hinterfragen", zeigt
Oltmanns den praktischen Nutzen der Erkenntnisse seines Buches auf.
Quelle: Pressemitteilung Roland Berger Strategy Consultants |