Das Gros des Umsatzes erwirtschaften die Dax-Unternehmen im Ausland: Nur 31 Prozent des Gesamtumsatzes entstammt der Geschäftstätigkeit in Deutschland – im Vorjahr lag der Umsatzanteil Deutschlands noch bei 33 Prozent. Dennoch sind immerhin 46 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt – allerdings ebenfalls mit sinkender Tendenz: 2006 waren noch 48 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. „Die Dax-Unternehmen haben die Chancen der Globalisierung in den vergangenen Jahren aktiv wahrgenommen – Deutschland ist für viele inzwischen nur noch ein Markt unter vielen“ stellt Hendrik Hollweg, Vorstandsmitglied bei Ernst & Young, fest. „Und es sind vor allem ausländische Märkte, die den Unternehmen attraktive Wachstumschancen bieten“. Die Studienergebnisse zeigten aber, dass auch der Standort Deutschland von dieser Entwicklung profitiere: „Viele Bereiche wie Verwaltung, Forschung & Entwicklung und Marketing bleiben schwerpunktmäßig in Deutschland beheimatet – ein gute Entwicklung der Unternehmen wirkt sich auch positiv auf diese Unternehmensbereiche aus“, so Hollweg.
Unternehmen zahlen mehr Steuern
Die gute Geschäftsentwicklung führte auch zu deutlich höheren Steuerzahlungen: Insgesamt stieg der Steueraufwand2 der Dax-Unternehmen 2007 im Vergleich zu 2006 um rund neun Milliarden Euro auf 28,3 Milliarden Euro – ein Anstieg um 47 Prozent. Die durchschnittliche Steuerquote stieg dabei von 22,3 auf 26,6 Prozent. An den deutschen Fiskus führten die Unternehmen mehr als doppelt so viel ab wie im Vorjahr: plus 114 Prozent. Im Ausland stieg der Ertragsteueraufwand hingegen nur um 18 Prozent. „Der deutsche Fiskus profitierte 2007 überproportional von der guten Entwicklung der Dax-Konzerne“, kommentiert Hollweg.
Die laufenden Ertragsteuerzahlungen in Deutschland repräsentierten 2007 51 Prozent der gesamten Ertragsteueraufwendungen der Unternehmen – 2006 lag der Anteil nur bei 36 Prozent.
Dax-Unternehmen mit Gewinnanstieg
Zwei von drei Dax-Unternehmen verbuchten im Geschäftsjahr 2007 einen Anstieg des Vorsteuergewinns – 43 Prozent sogar um mehr als zehn Prozent. Im Durchschnitt lag der Gewinnanstieg bei 20 Prozent. Der kumulierte Jahresüberschuss vor Steuern stieg um knapp 20 Milliarden Euro auf 106 Milliarden Euro. Dabei stieg auch die durchschnittliche Umsatzrendite3 von 8,0 auf 9,3 Prozent.
Auch die durchschnittliche Eigenkapitalquote der Dax-Unternehmen stieg gegenüber dem Vorjahr: um 1,5 Prozentpunkte auf durchschnittlich 26,4 Prozent. Bei der Mehrzahl der Unternehmen (57 Prozent) war ein Anstieg der Eigenkapitalquote zu verzeichnen.
[1] vor Steuern (EBT)
[2] Ertragsteuern ohne latente Steuern
[3] = Jahresüberschuss nach Steuern/Umsatz
Download
Sie haben die Möglichkeit, die Studie als Download (PDF - 196 KB, 19 Seiten) zu lesen.
Quelle: Pressemitteilung der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft