Im Punkt finanzielle Sicherheit sind die Bedenken der Deutschen am zweitgrößten. 72 Prozent gaben an, extrem bzw. sehr besorgt darüber zu sein, dass ihre Kreditkartendetails von Dritten ausspioniert und verwendet werden könnten. „Die Methoden der Täter, die Daten finanzieller Transaktionen ausspähen, werden immer ausgeklügelter. Im letzten Jahr hat zum Beispiel Skimming zugenommen“, so Jürgen Jäger, Head of Continental Europe Assist, Enterprise Security Initiative, bei Unisys.
Bei dieser Methode gelangen die Täter über ein Mini-Lesegerät auf dem Eingabeschlitz des EC-Bankautomaten an die Daten der Karten. „Einen grundsätzlichen Schutz vor diesen Attacken wird es aber erst dann geben, wenn die Daten der EC-Karte auf einem Chip statt auf dem Magnetstreifen gespeichert werden“, so Jürgen Jäger weiter.
Nationale und persönliche Sicherheit
Ist Deutschland in Gefahr? 21 Prozent der Deutschen meinen ja. Und Frauen sind hier besorgter als Männer. Insgesamt sind 54 Prozent der Deutschen extrem bzw. sehr besorgt um die nationale Sicherheit, aber die Bedenken im Bereich allgemeine persönliche Sicherheit sind wesentlich geringer.
„Die Wahrung der Sicherheit von Menschen und Objekten ist für den Staat und die Betreiber von Einrichtungen und Gebäuden eine echte Herausforderung. Allerdings gibt es dafür technische Hilfsmittel wie beispielsweise das Framework VITAL von Unisys. Mit solchen Lösungen kann die Sicherheit von Menschen und Objekten wesentlich erhöht werden“, kommentiert Jürgen Jäger.
Vertrauen in die Sicherheit mobiler Endgeräte besonders gering
Mobile Endgeräte sind eine Gefahrenquelle – das ist die Meinung von 64 Prozent der Befragten in Deutschland. Sie würden ein mobiles Endgerät nicht für Online-Transaktionen in Betracht ziehen. Vertrauen immerhin 60 Prozent darauf, dass Banken Transaktionen mit mobilen Endgeräten ausreichend sicher gestalten, ist das Vertrauen in Telekom-Provider mit 11 Prozent und Online Retailer mit 9 Prozent sehr gering.
„Der Einsatz von mobilen Endgeräten wächst. Gleichzeitig nimmt die Rechen- und Speicherkapazität dieser Geräte zu. Daher müssen sie mit der gleichen Sorgfalt wie Laptops behandelt und in ein unternehmensweites Sicherheitskonzept eingebunden werden“, so Jürgen Jäger. Unisys empfiehlt die Ausstattung von Mobile Devices mit Sicherheitssoftware wie Virenscanner, Firewall und Verschlüsselung, die zentrale Administration aller Endgeräte im Unternehmen, Identifikation und Authentifikation und die Zerstörung der Daten bei Verlust des Gerätes mittels Poison Pill.
Im Vergleich mit den anderen europäischen Ländern Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien weißt Deutschland den höchsten Security Index auf.
Mehr dazu erfahren Sie in einer weiteren Pressemeldung am 21. Mai 2008.
Unisys Security Index
Im Rahmen der Studie wurden in Deutschland 943 Personen über 18, davon 413 Männer und 530 Frauen, per Zufall ausgewählt und telefonisch zu ihrer Einschätzung der nationalen, finanziellen, Internet- und persönlichen Sicherheit befragt. In jedem der vier Bereiche mussten zwei Fragestellungen beantwortet werden. Zusätzlich sollten die Personen zu ihrer Einschätzung der Sicherheit mobiler Endgeräte für Online-Transaktionen Auskunft geben. Dabei bedeutet ein Index von 0 – 75 keine Sicherheitsbedenken, ein Wert ab 75 geringe Bedenken, ein Wert ab 150 große Bedenken und ein Index von 225 - 300 zeigt extreme Sicherheitsbedenken auf. Die Befragten gaben ihre Einschätzung der jeweiligen Fragestellung mit nicht, wenig, sehr oder extrem besorgt bzw. keine Angabe an. Aus diesen Angaben wurde der jeweilige Security Index errechnet. Die Studie führte das Unternehmen International Communications Research für Unisys durch.
Quelle: Pressemitteilung Unisys Deutschland GmbH