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Investoren hatten seit
2003 sehr offensiv und zu sehr günstigen Konditionen für Verkäufer Kredite
aufgekauft und so das rasante Marktwachstum angetrieben.
Der deutsche NPL-Markt werde wieder an Dynamik gewinnen, erwartet Mair: „Die
deutschen Banken haben immer noch notleidende Kredite im Volumen von ca. 200
Milliarden Euro in ihren Büchern. Daher gehen wir davon aus, dass die Zahl der
Transaktionen wieder zunehmen wird, wenn die Banken erkennen, dass eine rasche
Lösung des NPL-Problems die beste Strategie ist“, so Mair. Es sei allerdings
unwahrscheinlich, dass die Zahlen des Rekordjahres 2006 nochmals erreicht
würden.
Der nach wie vor hohe Bestand an notleidenden Krediten bei deutschen Banken
hat mehrere Ursachen: Die schwache Konjunktur und die steigende Zahl von
Insolvenzen hatten seit Mitte der neunziger Jahre dazu geführt, dass immer mehr
Schuldner in Zahlungsverzug gerieten. Zugleich verfiel der Wert der
Kreditsicherheiten. Ein besonderes Problem stellen Darlehen dar, die zur
Finanzierung von Immobilienkäufen in den neuen Bundesländern aufgenommen und mit
Immobilien besichert worden waren. Wegen des Einbruchs des ostdeutschen
Immobilienmarktes haben diese Immobilien bis heute stark an Wert verloren.
Sinkende Preise beim Handel mit notleidenden Krediten
In den Boom-Jahren erzielten die Banken sehr hohe Erlöse bei den Verkäufen ihrer
NPL-Portfolios, so Florian Wirsching, Partner bei Ernst & Young. Allerdings sei
der Markt inzwischen von einem Verkäufer- in einen Käufermarkt gedreht. „Die
Wettbewerbsintensität auf Käuferseite hat deutlich abgenommen, da zahlreiche
Investoren sich aus dem Markt zurückgezogen haben – mit der Folge, dass die
Preise sinken“. Nachdem in den vergangenen Jahren mehrere sehr große
Transaktionen mit einem Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro durchgeführt
wurden, wird es zukünftig mehr kleinere Transaktionen (300 - 500 Millionen Euro)
geben, erwartet Wirsching: „Die Zeit der Mega-Transaktionen ist vorerst vorbei.“
Weitere Informationen
Die Studie mit der Möglichkeit zum Download und zum Bestellen einer Printversion
sowie weitere Informationen finden Sie unter
www.de.ey.com/npl.
Quelle: Pressemitteilung Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft |