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Umfrageergebnissen widerspiegelt, sei vor allem auf die
Unsicherheiten über die weitere Konjunkturentwicklung zurückzuführen: „Die
US-Immobilienkrise, die inzwischen zu einer Bankenkrise geworden ist, und der
Höhenflug des Euro verunsichern die Unternehmer, auch wenn sich die Auswirkungen
für deutsche Unternehmen und den Standort Deutschland bislang in Grenzen
halten“.
Unternehmen in Hamburg und Baden-Württemberg am zufriedensten mit ihrem
Standort
Im „Zufriedenheitsranking“ schneiden Hamburg, Baden-Württemberg, Hessen und das
Saarland am besten ab. Aus Sicht der befragten Unternehmen bieten diese
Bundesländer den dort ansässigen Unternehmen ein besonders gutes Umfeld.
Insgesamt ist allerdings in den meisten Bundesländern die Zufriedenheit mit den
regionalen Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken – nur Hamburg und
Brandenburg erhalten bessere Noten als im Vorjahr. In Berlin und
Mecklenburg-Vorpommern ist die Zufriedenheit am niedrigsten.
Besonders positiv bewerten die Unternehmen die Infrastruktur in ihrem
Bundesland. Dazu zählen etwa Straßen- und Bahnnetze, Anbindung an Flughäfen oder
auch die Verfügbarkeit von Büro- und Gewerbeflächen. Im Bundesdurchschnitt
bewerten 79 Prozent der Unternehmen die Infrastruktur an ihrem Standort mit gut
oder eher gut. Hamburg und Hessen erhalten mit Abstand die besten Noten.
Deutlich weniger zufrieden zeigen sich die Mittelständler mit der
Bildungspolitik in ihrem Bundesland – nur durchschnittlich 60 Prozent bezeichnen
sie als gut oder eher gut. Am besten schneiden Bayern und Baden-Württemberg ab.
Nordrhein-Westfalen, das im Vorjahr noch den ersten Platz im Ranking belegte,
landet in diesem Jahr nur auf dem elften Rang.
Kritik an Mittelstandspolitik nimmt zu
Zwar trifft in den meisten Bundesländern die Mittelstandspolitik der jeweiligen
Landesregierung auf mehr Zustimmung als Ablehnung, allerdings ist im
Bundesdurchschnitt die Zufriedenheit der Unternehmen mit ihrer jeweiligen
Landesregierung deutlich gesunken. Bewerteten im Jahr 2007 noch 72 Prozent der
Unternehmen sie positiv (gut oder eher gut), vergeben aktuell nur noch 63
Prozent eine gute Note. Am besten schneiden die Landesregierungen des Saarlandes
und Baden-Württembergs ab.
„Alle Landesregierungen haben sich die Förderung des Mittelstands auf die
Fahnen geschrieben“, stellt Englisch fest. „Was der Mittelstand allerdings
braucht, sind nicht freundliche Worte, sondern Taten. Dazu zählt unter anderem,
den Mittelständlern nicht mit einer Vielzahl von Vorschriften und
Reglementierungen das Leben schwer zu machen“.
Die deutschen Mittelständler sehen sich insbesondere durch Gesetze,
Vorschriften und ausufernde Statistikpflichten stark eingeschränkt: Für 77
Prozent der Unternehmen wären ein umfassender Abbau von Bürokratie und
schnellere Genehmigungsverfahren sehr wichtige Maßnahmen, um den Mittelstand in
Deutschland zu stärken. Weitere 18 Prozent halten dies für eine eher wichtige
Forderung.
An zweiter Stelle steht der Wunsch nach einer Senkung der Lohnnebenkosten: 95
Prozent der Befragten fordern entsprechende Reformen von der Politik.
Lockerungen des Kündigungsschutzes betrachten 75 Prozent der Befragten als
wichtige Maßnahme.
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Quelle: Pressemitteilung der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft |