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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Adrian Slywotzkys neues Managementbuch „Upside“ - Vom größten Risiko zur größten Chance

Führungspersönlichkeiten der erfolgreichsten Unternehmen gehen keine Risiken ein, sondern gestalten sie • Risikodenken eröffnet neue strategische Chancen und erhöhtso systematisch die Erfolgsquote von Projekten - • Slywotzky zeigt sieben Strategien, die Herausforderungen in - unternehmerische Chancen verwandeln

Der Augenblick des größten Risikos ist zugleich der Augenblick, in dem sich die größten Chancen bieten. Das ist die zentrale These des neuen Oliver Wyman-Buchs „Upside“ von Strategievordenker Adrian Slywotzky, das jetzt in deutscher Sprache erschienen ist. Risikodenken kann wesentlich mehr, als nur verteidigen. Es ist ein effizientes Mittel für das Top-Management und die Unternehmensplanung, um Wachstumschancen zu identifizieren und zu verwirklichen. Anhand zahlreicher Beispiele – von Apple bis Toyota – zeigt der Autor, wie die entscheidenden Augenblicke erkannt und in Chancen umgewandelt werden können.

Seit 1979 berät Adrian Slywotzky Fortune 500-Unternehmen. Sein Wissen ist weltweit gefragt und hat Standards gesetzt. In seinem neuesten Buch „Upside“ widmet er sich der Analyse von Unternehmensstrategien aus Risikosicht.
 

Dabei kommt Slywotzky zu dem Schluss, dass viele Firmen ihren Erfolg einer konsequenten Strategie zur Risikominimierung verdanken. So kann der Wert eines Unternehmens mit dem richtigen Risikomanagement langfristig um den Faktor zehn und mehr gesteigert werden. Als sich Toyota beim Prius für ein Hybridauto entschied, ging der Autobauer ein Risiko von ein bis zwei Milliarden US-Dollar ein. Mit den richtigen Maßnahmen zur Risikoreduzierung führte er den Prius zum Erfolg. Das Upside lag zwischen 15 und 25 Milliarden Dollar – eine Verbesserung um den Faktor zehn.

 

 

 
Das traditionelle Risikomanagement fokussiert auf drei Kategorien, die schon weitgehend berücksichtigt werden: Katastrophenrisiken, finanzielle Risiken und Betriebsrisiken. Weit gefährlicher sind jedoch die strategischen Risiken, von denen laut Slywotzky sieben die Business Designs der meisten Unternehmen gefährden. Sie können die Bindung zum Kunden zerstören, das einzigartige Angebot untergraben oder die Gewinne abschöpfen, von denen das Überleben des Unternehmens abhängt. Manchmal führen diese Risiken zum Verlust der strategischen Kontrolle, ohne die sich ein Unternehmen gegen den Wettbewerb nicht behaupten kann. Im schlimmsten Fall können alle Säulen des Geschäfts gleichzeitig bedroht sein.

 


Slywotzky beschreibt drei Disziplinen, die das Management ständig optimieren kann: Ermittlung der wirklichen Erfolgschancen, Erkennen der frühesten Warnzeichen und ständiger Vergleich des Risikoprofils des eigenen Business Designs mit denen anderer Unternehmen. Zudem plädiert er bei Neugeschäftsprojekten für geringe finanzielle Risiken, kleine, aber schnelle Schritte und das Einziehen möglichst vieler Sicherheitsnetze.

Die sieben zentralen Unternehmensrisiken und -chancen
1. Wichtige Projekte misslingen: Die Erfolgschancen wichtiger Projekte wie die Entwicklung neuer Produkte werden meist stark überschätzt. Doch durch bewährte Techniken, etwa die
Stepping-Stone-Technik, können sie positiv beeinflusst werden. So stellt die Version 1.0 eines Microsoft-Programms die erste für den Markt geeignete Fassung dar. 2.0 ist durch die
Erfahrungen mit dem Vorgänger deutlich besser und Version 3.0 schließlich weit überlegen.

 2. Die Kundenprioritäten ändern sich: Kunden wählen nach neuen Kriterien aus, ihre Situation ändert sich, sie haben weniger Geld, es gibt neue attraktive Angebote – die Gründe,
warum Kunden plötzlich ausbleiben, sind vielfältig. Wer den Markt laufend beobachtet, Kundenforschung und Kaufanalysen betreibt und einen ständigen Strom an Pilotprodukten im
Markt hat, kann seine Risiken minimieren und gleichzeitig neue Chancen nutzen.

3. Die Branche steht an einem Scheideweg: Von Analog- zu Digitalkameras, von der VHSKassette zur DVD, von Versicherungsmaklern zum Direktverkauf – wenn sich die bestehenden
Technologien oder Business Designs einer Branche stark verändern, überstehen 80 Prozent der Firmen diesen Übergang nicht. Viele setzen auf eine bestimmte Technologie, doch sollten
immer parallele Alternativen und Umstiegsszenarien entwickelt werden.

4. Bedrohung durch einen großen Wettbewerber: In vielen Branchen tauchen große Player auf, die sich durch den dichten Wettbewerb drängeln und schnell die Spielregeln verändern –
siehe Amazon, Ebay und Google. Auch China oder Indien bündeln günstiges Personal und eine verbesserte Infrastruktur zu starker Wettbewerbskraft. Wer eine solche Bedrohung
erkennt, sollte einen neuen Weg suchen und das anbieten, was der Wettbewerber nicht kann.

5. Der Markenwert erodiert: Eine Marke steht für bestimmte Werte, doch können diese durch Veränderungen im Angebotsumfeld oder bei den Kundenprioritäten ins Negative umschlagen. Bei erodierendem Markenwert muss der Markenkern neu definiert und das Unternehmen auf einen neuen Kurs gebracht werden. Samsung, Ende des letzten Jahrzehnts noch ein Synonym für billig, schaffte die Neupositionierung zu einer High-End-Marke innerhalb kurzer Zeit.

6. Die Profitabilität schwindet: Auch innovative und wachstumsstarke Branchen wie die Unterhaltungselektronik leiden unter zunehmender Konkurrenz, steigender Kundenmacht und
sinkenden Gewinnspannen. Entscheidend kann die Kooperation mit Wettbewerbern sein, vor allem bei Aktivitäten, die kaum Differenzierung bieten. Das spart Geld, die Gewinnspannen
steigen und die freigesetzten Mittel können für differenzierende Angebote verwendet werden.

7. Das Unternehmen hat seine Wachstumsgrenzen erreicht: Manche Unternehmen stoßen an ihre Wachstumsgrenze und beginnen zu stagnieren, obwohl Umsatz und Ertrag noch gut
sind. Hier hilft es, den Kunden genau zu kennen und daraus eine Quelle neuer Nachfrage zu erzeugen. 1995 fand Procter & Gamble heraus, dass niemand für Staub und kleine
Schmutzteilchen den schweren Staubsauger benutzt. So wurde Swiffer – ein handlicher Reiniger mit elektrostatischer Anziehungskraft – fünf Jahre nach Markteinführung ein Produkt
mit einem Umsatz von einer Milliarde US-Dollar.

 

Der Autor
Adrian J. Slywotzky ist Partner der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Er hat bereits zahlreiche Bücher und Aufsätze veröffentlicht. In den USA gilt Slywotzky laut Industry Week als „Peter Drucker des 21. Jahrhunderts“. Auf Deutsch erschienen bisher „Strategisches Business Design“ (1997), „Die Gewinnzone“ (1998), „Die 30 besten Strategien für mehr Gewinn“ (1999), „Value Nets“ (2000), „Get Digital!“ (2001) und „Wachsen ohne Wachstumsmärkte“ (2005).

 

Das Buch
Adrian J. Slywotzky: „Upside. Sieben Strategien, um Herausforderungen in unternehmerische Chancen zu verwandeln“
269 Seiten
39,90 Euro
Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2008
ISBN-13: 978-3593386294
 

 

Quelle: Pressemitteilung von OLiver Wyman GmbH

 

 

 

 

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Stand: 01. November 2010