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Pressemitteilung - Pressemitteilung im
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Milliardeneinsparungen durch Ideenmanagement
Neue dib-Umfrage zeigt wachsende Bedeutung und Akzeptanz
Noch immer wird das enorme kreative Potenzial der eigenen Mitarbeiter nicht
ausreichend genutzt. Dabei sind die Vorteile evident: 1,49 Milliarden Euro
betrug allein der Wert der Verbesserungsvorschläge bei den 290 Unternehmen, die
sich an der aktuellen Umfrage des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (dib)
beteiligt haben.
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Das entspricht einem durchschnittlichen Effizienzgewinn von über 5 Mil-lionen
Euro pro Unternehmen und 684 € rechenbare Einsparung pro Mitarbeiter.
Multipliziert man dies mit der Anzahl der etwa 40 Millionen Beschäftigten,
ergibt sich ein geschätzter Benefit für die deutsche Wirtschaft von über 27
Milliarden Euro im Jahr 2007.
Die Daten der Umfrage zum Ideenmanagement unterstreichen die wachsende
Bedeutung und Akzeptanz des Ideenmanagements in Deutschland:
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- Generell wächst die Bereitschaft von Mitarbeitern, ihre Ideen
einzubringen. Annähernd 1,4 Millionen Verbesserungsvorschläge wurden von den
Beschäftigten 2007 eingereicht. (2006: 1,27 Mio.)
- Nicht nur die Anzahl der Vorschläge steigt, auch die Zahl der
Einreicher. Der Beteiligungsgrad pro Unternehmen beträgt 2007
durchschnittlich 23,4 %. (2006: 22,1 %). Das heißt, fast jeder vierte
Mitarbeiter bringt neue Ideen vor. Eine deutlich höhere Beteiligung gibt es
in bestimmten Branchen, so etwa mit 46 % in der Autozuliefer-Industrie.
Generell ist das Engagement in der Industrie mit 31 % deutlich höher als in
Verwaltung und Dienstleistung mit 11 %.
- Die Anzahl der Vorschläge pro Mitarbeiter ist ebenfalls gestiegen.
Waren es vor fünf Jahren noch 0,52 Ideen pro MA, so stieg die Zahl 2007
bereits auf 0,72 Ideen pro MA. Auch hier spielt die Branche eine große
Rolle.
Hier ein paar Beispiele:
Autozulieferindustrie 2,0 Ideen/MA
Elektroindustrie 1,52 Ideen/MA
Metallverarbeitende Industrie 1,39 Ideen/MA
Bei Verkehrsbetrieben, öffentlichen Körperschaften und Krankenhäusern ist
die Quote wesentlich geringer.
- In gut jedem vierten Unternehmen (28 %) hat jeder Mitarbeiter
einen Verbesserungsvorschlag abgegeben. Am engagiertesten waren Arbeitnehmer
der Viessmann Werke GmbH & Co KG mit umgerechnet 17 Vorschlägen pro
Mitarbeiter sowie Hoerbinger Antriebstechnik GmbH und FTE automotive GmbH
mit jeweils 13 Vorschlägen pro Person.
- Der Nutzen für Unternehmen aus Mitarbeiterideen ist mit 1,49
Milliarden Euro (2006: 1,48 Mrd. Euro) weiter im Aufwärtstrend. Das
entspricht einem Nutzen pro umgesetzten und quantifizierbaren Vorschlag von
6.462 Euro und von 684 Euro pro Mitarbeiter.
- Auch die Bereitschaft der Unternehmen, Ideen der Mitarbeiter
umzusetzen, entwickelt sich weiter positiv. Die Umsetzungsquote liegt im
Durchschnitt aller Branchen bei 65,2 % (2006: 64,0 %). Zwei von drei
betrachteten Vorschlägen werden demnach umgesetzt.
- Folgerichtig stieg auch die Prämiensumme für eingereichte Ideen.
Die Arbeitnehmer erhielten über 168 Millionen Euro an Prämien für ihre
Vorschläge (2006: 163 Mio. Euro). Damit liegt der Durchschnitt je prämiertem
Verbesserungsvorschlag unverändert bei 183 €.
Wie sich der Aufbau eines effizienten Ideenmanagements lohnen kann, zeigt
das Beispiel Deutsche Post AG. Im Jahr 1999 hat das Unternehmen 17.800
Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern erhalten und damit Einsparungen in
Höhe von 300.000 Euro erzielt. Im Jahr 2007 dagegen wurden bei der Deutschen
Post AG in Deutschland von insgesamt 180.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern rund 200.000 Ideen eingereicht, und der Jahresnutzen beträgt
rund 257 Millionen Euro. Damit ist das Unternehmen auch der Spitzenreiter
der dib-Umfrage.
„Erfahrungsaustausch ist die effizienteste Investition. Das Management von
Ideen und Vorschlägen der Mitarbeiter gewinnt eine immer größere und zudem
strategische Bedeutung für Unternehmen – im Hinblick auf die Kostensituation
sowie die Qualitäts- und Innovationsfähigkeit“, so Walter Scheurle,
Personal-vorstand der Deutschen Post World Net und Pate 2007 für die Aktion
‚Ideen machen Zukunft’. „Gute Ideen sind dabei kein Zufall, sondern benötigen
ein entsprechendes Umfeld von unbürokratischer Organisation und Bewertung sowie
attraktiven Anreizen im Unternehmen.“
Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der aktuellen Umfrage im Rahmen der
internationalen Jahrestagung für Ideenmanagerinnen und -manager 2008 in Essen.
Dies ist nicht nur das einzige Branchentreffen seiner Art, sondern auch ein
Appell an Unternehmen und Gesellschaft, sich mit dem Ideenmanagement intensiver
zu befassen und dessen Chancen zu nutzen. Nicht zuletzt ist die Jahrestagung
auch Höhepunkt der Wirtschafts-Initiative „Ideen machen Zu-kunft“ zur Förderung
des Ideenmanagements in Deutschland.
Quelle: Pressemitteilung dib GmbH
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