| | Wirkung von Werbebotschaften auf Verbraucher Forscher der Rotterdam School of Management, Erasmus University, untersuchen Zusammenhänge zwischen mutter- und fremdsprachlicher Werbung und Emotionalität Einer Studie der Rotterdam School of Management, Erasmus University, zufolge, reagieren mehrsprachige Verbraucher auf Werbebotschaften in ihrer Muttersprache emotionaler als auf solche in einer Fremdsprache. In ihrem Forschungspapier „Bilingualism and the Emotional Intensity of Advertising Language,” zeigen Stefano Puntoni, Stijn M.J. Van Osselaer und Bart de Langhe von der Rotterdam School of Management, dass trotz des weltweit deutlich gestiegenen Gebrauchs des Englischen in der Werbesprache, eine Botschaft in einer Fremdsprache deutlich weniger emotionalen Einfluss auf die Verbraucher hat, als Reklame in der eigenen Muttersprache. “Es ist äußerst interessant, wie viele Werbebotschaften in einer Fremdsprache ausgestrahlt werden, vor allem auf Englisch”, sagt Puntoni. „So sprechen beispielsweise Konsumenten in den Niederlanden oder auch in Schweden in der Regel sehr gut Englisch. Wir wollten herausfinden, ob diese zweisprachigen Sprecher auf eine englische Werbebotschaft ebenso reagieren, wie auf Werbung in ihrer Muttersprache.“ |
| | Nach der dem Forschungspapier zugrunde liegenden Theorie werden Wörter erst verständlich, indem sie im Gehirn mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden werden. Somit kann das Lesen oder Hören eines Wortes unterbewusst die Erinnerungen einer Person aufleben lassen und eine emotionale Reaktion hervorrufen. Da Verbraucher in der Regel mehr persönliche Erfahrungen mit Wörtern in ihrer eigenen Muttersprache verbinden, werden muttersprachliche Aussagen meist emotionaler wahrgenommen als solche in einer Fremdsprache. |
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