USA, Europa und Asien im Griff der Krise
In Europa, also auch in Deutschland, droht die Rezession. Wie nachhaltig sie ausfällt, hängt auch vom Verbraucherverhalten und der Zinspolitik ab. Auf alle Fälle müssen sich die Unternehmen auf harte Zeiten einstellen – auch wenn Experten für die Eurozone in 2013 wieder ein Wachstum von etwa 2,1 Prozent voraussagen. In Großbritannien, wo die Immobilienblase besonders groß und Staat wie Bürger hoch verschuldet sind, rechnen Experten mit einem Wachstum wie zu Beginn der 90er-Jahre.
Hoch verschuldet sind auch die USA: Es gibt ein massives Liquiditätsproblem, Kapital wird nicht mehr langfristig investiert und der Erholungsprozess wird langwierig sowie schmerzhaft. Rechnet man noch Faktoren wie Energiepreise und eine nachlassende Binnennachfrage hinzu, sind die Aussichten für die nächste Zeit alles andere als rosig.
Japan hingegen zeigt ermutigende Tendenzen. So sind die Banken nicht in dem Maß von der Krise betroffen wie andere, die japanischen Verbraucher können dank geringer Verschuldung die Binnennachfrage ankurbeln, wenn die Löhne steigen.
„Besonders wichtig sind die aufstrebenden Märkte – hier hat Russland trotz aktueller Probleme die besten Aussichten. Es wird langfristig von den wieder steigenden Energiepreisen profitieren und zudem genießt die Regierung ein hohes Vertrauen der Bürger. Auf China hingegen können harte Zeiten zukommen. Zwar ist die Inflationsrate gesunken und die Regierung hat Maßnahmen zur Sicherung eines stabilen Wachstums getroffen, aber hohe Rohstoffpreise und steigende Kosten können die Inflation weiter beschleunigen, der chinesische Finanzmarkt befindet sich überdies in einer kritischen Situation. Die Lage in Indien ist ebenfalls beunruhigend. Das hohe Außenhandelsdefizit, eine sinkende Industrieproduktion, schrumpfende Märkte und steigende Getreidepreise stellen das Land vor ernste Probleme“, kommentiert Dr. Denison.
Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.
Quelle: Pressemitteilung der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 21. Oktober 2008