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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Probleme bei der kulturellen Integration sorgen bei Unternehmenstransaktionen für Verluste - Internationale Mercer-Studie

Fast 60 Prozent der Befragten gaben an, dass Probleme bei der kulturellen Integration einen negativen Einfluss auf den Transaktionserfolg hatten
Für 72 Prozent der Studienteilnehmer ist die Unternehmenskultur ein wichtiger Faktor für die Wertschaffung bei M&A-Transaktionen
68 Prozent aller befragten Unternehmen verfügen über keinen systematischen Ansatz zur Identifizierung von Lücken zwischen Unternehmenskulturen

Probleme bei der kulturellen Integration haben bei Unternehmenstransaktionen einen direkten finanziellen Einfluss auf den Transaktionswert. Dies zeigt die neue internationale Studie „Cultural Integration Snapshot Survey“ des Beratungsunternehmens Mercer. Im Rahmen der Studie wurden 119 Unternehmen aus Europa und den USA befragt. Mehr als die Hälfte aller Befragten gaben an, dass der Erfolg der letzten M&A-Transaktionen durch Probleme bei der kulturellen Integration negativ beeinflusst wurde.

 

 

 

Die finanziellen Auswirkungen von Problemen bei der kulturellen Integration schätzten die Studienteilnehmer aus Amerika und Europa ähnlich ein: 43 Prozent der Befragten aus Europa gaben an, dass bei einer kürzlich durchgeführten wichtigen Unternehmenstransaktion zwischen 1 und 5 Millionen US-Dollar verloren gingen oder nicht realisiert wurden. Knapp 30 Prozent teilten mit, dass es um mehr als 5 Millionen US-Dollar ging. Bei den Teilnehmern aus Amerika lagen die entsprechenden Werte bei 44 Prozent bzw. bei 24 Prozent.

 

 

“Der Verlauf der kulturellen Integration hat einen großen Einfluss darauf, ob sich eine Transaktion für ein Unternehmen als wertschöpfend oder wertvernichtend erweist. Unsere Untersuchung bestätigt, dass Unternehmen dies erkannt haben und Maßnahmen ergreifen, um kulturelle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern“, sagt Konrad Deiters, M&A Engagement Manager von Mercer in Deutschland. „Entscheidend ist, die kulturellen Unterschiede, die den Transaktionswert beeinflussen, so früh wie möglich zu prüfen und zu bewerten – also bereits dann, wenn die ersten Überlegungen über eine Transaktion im Raum stehen. Viele Informationen lassen sich sammeln und analysieren, ohne überhaupt in Verbindung mit dem Zielunternehmen zu treten. Diese Informationen sind sehr wertvoll für die Kaufüberlegungen, für den Kaufpreis und für die Kosten für eine erfolgreiche Integration“, so Konrad Deiters weiter.

72 Prozent der Studienteilnehmer geben an, die Unternehmenskultur sei ein wichtiger Faktor für die Wertschaffung bei M&A-Transaktionen. Fast ein Drittel davon hält die Unternehmenskultur sogar für erfolgskritisch. Dennoch macht die Studie deutlich, dass viele Unternehmen nicht gut vorbereitet sind, um die kulturelle Integration effektiv zu managen. Während fast ein Drittel der Unternehmen dazu übergeht, einen formalen kulturellen Integrationsprozess zu entwickeln, nutzen 68 Prozent noch immer keinen systematischen Ansatz, um Lücken zwischen Unternehmenskulturen zu identifizieren.

Eine weitere Herausforderung, die von den Studienteilnehmern herausgestellt wurde, ist das geringe Engagement, das Führungskräfte bei der Steuerung des kulturellen Wandels im Zuge einer Transaktion zeigen. Nur 37 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in einem gewissen Umfang in Trainingsmaßnahmen investiert zu haben, die ihre Manager darauf vorbereiten, kulturellen Wandel zu verstehen und zu steuern. 28 Prozent der Unternehmen haben sehr wenig oder gar nicht investiert. Darüber hinaus mangelt es in vielen Unternehmen an Mitarbeitern, die die Voraussetzungen mitbringen, um Veränderungsprozesse zu steuern, die für eine kulturelle Integration erforderlich sind. Während HR-Experten als Schlüsselpersonen für die beschriebene Rolle betrachtet werden, wird nur ein Viertel der Senior-Führungskräfte als Treiber für die kulturelle Integration in ihrem Unternehmen gesehen.

Die Mercer-Studie zeigt einige positive Entwicklungen im Hinblick auf die kulturelle Integration bei Unternehmenstransaktionen. „Einige Unternehmen, die bei Transaktionen schnell einen höheren Unternehmenswert erzielen wollen, gehen Probleme bei der kulturellen Integration vorausschauender an“, sagt Konrad Deiters. „Wie die Studie deutlich macht, planen über die Hälfte der Teilnehmer Investitionen in Maßnahmen, die eine kurzfristige kulturelle Integration unterstützen. Unternehmen, die dies nicht tun, müssen mit erheblichen finanziellen Auswirkungen rechnen“, so das Fazit von Konrad Deiters.

Über die Studie:
Im Rahmen der Studie wurden 119 Unternehmen aus über 17 Branchen befragt. 76 Prozent der Teilnehmer kommen aus den USA, 19 Prozent aus Europa.

 

Quelle: Pressemitteilung der Mercer Deutschland GmbH vom 9. Oktober 2008

 

 

 

 

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Stand: 01. November 2010