| |
Kriminalität unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik (IUK-Kriminalität)
- Lageentwicklung 2006
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 165.720 Straftaten mit dem Merkmal „Tatmittel
Internet“ erfasst, im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 47.684 Straftaten
(+40,4 %). Das Hauptgewicht der Straftaten lag dabei mit rund 80% im
Betrugsbereich - der Warenkreditbetrug ragte heraus.
2006 wurden 29.155 Fälle der IuK-Kriminalität im engeren Sinne und damit 9,4%
mehr als im Vorjahr festgestellt, darunter
- Computerbetrug (16.211 Fälle; +2,1%)
- Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten (5.822 Fälle; +0,6%)
- Fälschung beweiserheblicher Daten und Täuschung im Rechtsverkehr bei der
Datenverarbeitung (2.460 Fälle; +143,1%)
- Datenveränderung und Computersabotage (1.672 Fälle; +3,9%)
- Ausspähen von Daten (2.990 Fälle; +26,4%)
Der Schaden aller mit Schadenssummen erfassten Delikte der Computerkriminalität
betrug im Jahr 2006 36 Millionen Euro.
Das Phänomen „Phishing“, das in der PKS nicht gesondert ausgewiesen wird, bildet
den Brennpunkt im Bereich der IuK-Kriminalität.
Dem Bundeskriminalamt wurden im vergangenen Jahr 3500 „Phishing“-Fälle bekannt.
Die durchschnittliche Schadenshöhe belief sich auf 2000-3000 Euro.
Quelle: Pressemitteilung BKA, Wiesbaden (20.11.2007)
|