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Kreativität zahlt sich aus
Neue Studie von McKinsey, Art Directors Club und Berlin School ermittelt
Erfolgsfaktoren für effektive Werbung − Kreative Kampagnen werden vom
Konsumenten besser erinnert und erhöhen die Kaufwahrscheinlichkeit −
Erfolgsrezept variiert jedoch nach Branchen
Was ist das Erfolgsrezept wirksamer Fernsehwerbung? Die Antwort gibt jetzt
eine neue Studie von McKinsey & Company und dem Art Directors Club für
Deutschland (ADC), unterstützt durch die Berlin School of Creative Leadership:
Originalität und Kreativität erhöhen die Erfolgschancen von Werbung signifikant.
Je kreativer ein Werbespot, desto eher kaufen Zuschauer das beworbene Produkt.
Unternehmen mit ausgefallener Werbung erzielen deutlich höhere Erinnerungswerte
und erhöhen ihren Marktanteil schneller als Wettbewerber. Kreativität ist ein
wichtiger Schlüssel für den Werbeerfolg, jedoch nicht der einzige.
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In der Untersuchung "Kreativität + Content Fit = Markterfolg – Die zwei
Gesichter effektiver Kampagnen" hat McKinsey 100 TV-Spots aus
unterschiedlichsten Branchen unter die Lupe genommen, die zum GWA Effie 2005
eingereicht worden waren. Dahinter verbirgt sich einer der bedeutendsten
Kommunikationswettbewerbe in Deutschland. Das Resultat: "Bisherige Versuche,
Kreativität in der Werbung zu messen, haben häufig einen Schönheitsfehler: Als
pfiffig gilt allein, was mit Preisen und Auszeichnungen dekoriert wird", sagt
Jesko Perrey, Leiter der deutschen Marketing Practice von McKinsey und Partner
im Düsseldorfer Büro. McKinsey wählte einen anderen Ansatz. Zur Ermittlung des
Erfolgsfaktors Kreativität definierten die Autoren in Anlehnung an die Kriterien
des ADC fünf Kriterien, darunter Originalität, Überzeugungskraft und Machart.
Dazu kommt die inhaltliche Stimmigkeit mit weiteren fünf Einzelfaktoren, etwa
Relevanz, Konsistenz oder Glaubwürdigkeit. Die Resultate setzte McKinsey im
Anschluss ins Verhältnis mit Werbeerinnerungswerten und Marktanteilsänderungen,
die die Kampagnen erreicht hatten.
Erfolg von Kreativität ist abhängig von der Branche
Ausgefallene Kampagnen bieten sich laut Studie vor allem für Produkte mit langer
Lebensdauer oder einem hohen Kaufwert an, etwa Autos, Uhren, Schmuck oder
hochwertige Elektronik. "Kreativität lohnt sich ganz besonders für
Automobilhersteller. Mehr denn je ist in dieser Branche Einfallsreichtum
gefragt, um sich von den Wettbewerbern abzugrenzen", sagt McKinsey-Partner
Perrey. Umgekehrt verhält es sich bei Kampagnen für kurzlebige Konsumgüter wie
Putz- oder Waschmittel. Sie punkten in erster Linie durch Sachinformationen und
Hinweise auf den Produktnutzen. "In diesen Kategorien sticht kreative Exzellenz
besonders heraus und hat positive Wirkung auf das Konsumentenverhalten", ergänzt
Sebastian Turner, Vorstand des ADC und Chef der Kommunikationsagentur Scholz &
Friends.
Für Finanzprodukte sind nach der Untersuchung Kreativität und Inhalte gleich
bedeutend, da Konsumenten sowohl nach emotionalen als auch nach rationalen
Gesichtspunkten entscheiden. Banken und Versicherungen stehen deshalb vor einer
besonderen Herausforderung: "Ihre Inhalte sind meist abstrakt, schwer zu
vermitteln und bedürfen einer Erklärung", so Jesko Perrey.
Aus der Analyse von McKinsey, ADC und Berlin School lassen sich drei
Grundsätze ableiten: Kreativität und inhaltliche Stimmigkeit beeinflussen
maßgeblich die Werbewirkung. "Ein noch so hohes Werbebudget kann eine schwache
Kampagne, der beides fehlt, nicht kompensieren", erklärt Michael Conrad,
Präsident der Berlin School of Creative Leadership. Zweitens: Emotionale
Produkte verkaufen sich mit Kreativität besonders gut, kurzlebige Konsumgüter
mit Inhalten. Und drittens: Die größten Erfolgschancen hat, wem es gelingt,
beide Werbeformen in einer Kampagne zu realisieren. "Kreativität und Content Fit
sind der Zwei-Komponenten-Kleber, der Werbewirkung massiv steigert", so das
Fazit von Sebastian Turner.
Quelle: Pressemitteilung von McKinsey & Company |