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Dieter Becker, Leiter des Segments Automotive bei KPMG: „Eine auf die Spezifika
des jeweiligen Landes ausgerichtete Steuerung ist essentiell. Ein einheitlicher
Ansatz in allen BRIC-Ländern ist wenig erfolgversprechend. Die strategischen
Herausforderungen in den einzelnen Ländern sind einfach zu unterschiedlich, da
sie meist von rechtlichen, ökonomischen und kulturellen Aspekten abhängig sind.
Vor allem Brasilien lässt sich aufgrund seiner länderspezifischen Merkmale eher
mit Nordamerika, Westeuropa oder Japan vergleichen. “
In Indien stellt nach Angaben der Befragten die Suche nach einem geeigneten
Partner die Haupthürde für ein Engagement dar. In Russland bereitet vor allem
die Personalsuche Probleme. Und während in Brasilien administrative und
rechtliche Hindernisse dominieren, stellt in China die effektive Steuerung einer
Kooperation für viele Befragten die größte Herausforderung dar.
Dieter Becker: „Viele Unternehmen müssen ihr Kooperationsmanagement
professioneller gestalten, wenn sie in den Emerging Markets nachhaltig Erfolg
haben wollen. Um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, sollten
sie ihre Kooperationen differenziert nach Ländern und Kooperationsform steuern.
Dazu gehört auch ein gut ausgearbeiteter, länderspezifischer Business Plan.“ Wie
die Umfrage ergab, unterscheidet über die Hälfte der Unternehmen bei der
Steuerung zurzeit nicht nach der Form der Zusammenarbeit (54 Prozent). Die
meisten setzen zur Steuerung von der Kooperationsform unabhängige operative und
finanzielle Kennzahlen ein.
Dabei ist der Trend zu Kooperationen in den Emerging Markets deutlich zu
erkennen. Die immer höheren Aufwendungen für die Entwicklung umweltfreundlicher
Antriebe zwingen vor allem die deutschen Premium-Hersteller zu einer intensiven
Suche nach Kooperationspartnern. Die Emerging Markets bieten sich hier in
mehrfacher Hinsicht an. Zum einen bieten Produktionsstandorte in Asien, Russland
und Lateinamerika deutliche Kostenvorteile. Zum anderen nimmt in diesen Ländern
das für technisch anspruchsvolle Fertigungsprozesse nötige Know-how deutlich zu.
Und abgesehen davon gehören die Emerging Markets zu den zukunftsträchtigsten
Binnenmärkten für die Automobilbranche. Drei von vier der befragten Unternehmen
planen, ihre Kooperationsaktivitäten in den BRIC-Ländern in den kommenden fünf
Jahren auszubauen.
Die befragten Unternehmen betreiben insgesamt rund 250 Kooperationen in den
BRIC-Ländern sowie in den Triade-Ländern (Westeuropa, Nordamerika, Japan), viele
von ihnen verfügen über eine mehr als zehnjährige Erfahrung in den BRIC-Ländern.
Weitere Informationen finden Sie
hier in der Studie Kooperationen in der
Automobilzuliefererindustrie (PDF, 1.37 MB)
Berlin, 6. Februar 2008
Quelle: Pressemitteilung der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft |