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Erstaunlich ist, dass knapp die Hälfte der Befragten bei den
Entsendeprozessen auf EDV-Unterstützung verzichtet – umso mehr, da ohne
elektronische Hilfe auf Dauer der Überblick verloren zu gehen droht.
Kostenkalkulation: Schwachstelle Steuern
Von den Befragten erstellen 86 Prozent eine Kostenkalkulation zur Budgetplanung.
Jedoch gaben nur 37 Prozent an, hierbei alle entstehenden Kosten unter
Berücksichtigung der direkten und indirekten Gehaltsbestandteile steuerlich
hochrechnen zu können. Einige Unternehmen verzichten sogar gänzlich auf eine
Berechnung der exakten Brutto- und Nettowerte bei den zu zahlenden Vergütungen.
Zudem bestehen bei vielen Firmen Unsicherheiten bezüglich Schulgebühren,
Umzugskosten und Sprachkursen. Die größte Fehleinschätzung aber betrifft die
steuerliche Belastung, die aus solchen Faktoren resultiert – und die die
Gesamtkosten um bis zu einem Drittel erhöhen kann.
Kein Problem ist für zwei Drittel der Unternehmen die Berechnung der
Entsendevergütung – bei der Bestimmung der übrigen Kosten müssen aber ganze 63
Prozent passen, da sie über keine geeigneten Instrumente verfügen. Bei der
Gesamtkostenkalkulation besteht also noch Optimierungsbedarf. Dieser wird von
den Betroffenen auch erkannt, insbesondere im Hinblick auf in- und ausländische
Steuern. Dabei steht für die Unternehmen vor allem die Compliance im
Vordergrund, also in Übereinstimmung mit geltenden Bestimmungen und Normen zu
handeln.
Optimierungsbedarf trotz weitgehender Effizienz
Ein kritischer Punkt in vielen Unternehmen sind die Ressourcen: 43 Prozent gaben
an, über nicht genügend Zeit sowie andere Ressourcen zu verfügen, um die
Entsendeprozesse optimal zu handhaben. Allerdings setzt über die Hälfte auf
Flexibilität und hält stille Reserven bereit, um auf veränderte Anforderungen
reagieren zu können. Zwei Drittel der befragten Unternehmen schätzen ihre
Prozessabläufe insgesamt als effizient ein, acht von zehn Teilnehmern haben an
den wichtigsten Standorten qualifiziertes Personal zur Betreuung der
Entsendeten.
„Nach Einschätzung der Unternehmen werden Entsendungen in den nächsten Jahren
deutlich zunehmen. Um hierfür gerüstet zu sein, muss weiter auf einen weltweit
einheitlichen Standard hingearbeitet werden. Die von uns Befragten sahen selbst
noch erhebliche Optimierungspotenziale, insbesondere im Bereich der
Kostenkalkulation und beim fehlenden Know-how in Steuerfragen“, fasst Hans
Geilen, Senior Manager Global Employer Services bei Deloitte zusammen.
Die vollständige Studie finden Sie
hier zum Download
Düsseldorf/München, 27. Februar 2008
Quelle: Pressemitteilung der Deloitte & Touche GmbH - Deutschland |