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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Staatsfonds gehen auf Nummer sicher

Deloitte-Studie prognostiziert verstärktes Engagement von Staatsfonds bei Versicherungskonzernen

Aktuell haben nahezu alle staatlichen Investitionsfonds (Sovereign Wealth Funds), die primär aus dem Mittleren Osten und Asien agieren, eine Lücke im strategischen Portfolio: Versicherungen. Dabei sind gerade diese Finanzdienstleister von zentraler Bedeutung: Die akquirierten Versicherer werten durch ihr Know-how Standorte auf – insbesondere, wenn diese zu internationalen Finanzzentren ausgebaut werden. „The Missing Link in the Sovereign Wealth Fund Acquisition Spree“ von Deloitte zeigt: Investoren profitieren von den internationalen Versicherungskonzernen und erweitern damit das heimische Angebotsspektrum. Der Versicherer erhält im Gegenzug neue Finanzmittel.

„Staatliche Investitionsfonds aus dem Mittleren Osten und Asien verfolgen meist über den reinen Return on Investment (ROI) hinaus einen strategischen Ansatz – sie investieren bevorzugt in Infrastruktur, Technologie, Energie und vor allem Finanzdienstleister“, erläutert Marc Böhlhoff, Partner Versicherungen bei Deloitte.

Kein Finanzzentrum ohne Versicherer
Insbesondere China sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar profitieren deutlich von Versicherungsbeteiligungen. Bislang zeigten die Staatsfonds am persischen Golf noch wenig Interesse, doch soll der Aufbau internationaler Finanzzentren erfolgreich sein, wird sich dies ändern. Erste Signale sind bereits zu erkennen: So fungierte das Dubai International Finance Center (DIFC) 2008 erstmalig als Gastgeber des World Insurance Forum und auch das Quatar Financial Center (QFC) betonte unlängst die Bedeutung der Versicherungsbranche.

 

 

 
Mehrere Motive sind ausschlaggebend: In Boom- und Wachstumsphasen sichern Versicherungen sowohl geschäftliche als auch private Risiken ab und bringen Erfahrung im Risikomanagement mit. Das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherern sorgt dafür, dass ein effektiverer Schutz für die gesamte Volkswirtschaft besteht. Überdies spielen Versicherer eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Kapitalmarkts. Sie investieren ihr Kapital in die Renten- und Aktienmärkte und fördern damit das Wachstum der regionalen Wirtschaft. Da der Anteil der Bruttoprämien am Bruttosozialprodukt im nahöstlichen Raum bis heute sehr schwach ausgebildet ist – er beträgt gerade einmal ein Prozent –, bestehen enorme Potenziale für entsprechende Angebote.

 

 

Im Unterschied zum Nahen Osten ist der chinesische Versicherungsmarkt hochgradig verdichtet. Dominiert wird er nahezu ausnahmslos von Staatsunternehmen, die zunehmend private Konkurrenz bekommen. Jedoch ist die Durchdringung im Vergleich zu westlichen Ländern eher gering, hinzu kommt ein Know-how-Mangel der staatlichen Versicherer.

Begehrt: Brand und Know-how
Zur Verbesserung verfügbarer Versicherungsleistungen streben die jeweiligen Staatsfonds in erster Linie einen Zugang zu Ressourcen und Fachwissen an. Besonders interessiert sind Golf-Investoren daran, dass die akquirierten Unternehmen vor Ort Unternehmenseinheiten gründen – damit sollen die Finanzzentren noch attraktiver für ausländische Unternehmen werden.

Etwas anders ist die Situation in China: Hier liegt das Schwergewicht ausschließlich auf dem Erwerb von Wissen und Best Practices, um diese für die heimische Branche zu nutzen und Investoren, Unternehmen und Endkunden bessere Versicherungs- und Finanzprodukte anzubieten.

Langfristige Anlage, kaum Einflussnahme aufs Tagesgeschäft
Nicht nur die Investoren, auch die Versicherer profitieren von den Aktivitäten der Staatsfonds. „Die Unternehmen müssen kaum befürchten, dass die Investoren maßgeblichen Einfluss auf das operative Geschäft nehmen oder hohe Rendite einfordern. Dennoch erhalten die Versicherungen langfristig angelegtes Kapital. Ein ganz entscheidender Vorteil ist der erheblich erleichterte Zugang zu prosperierenden Märkten mit gewaltigem Potenzial“, so Marc Böhlhoff.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

 

Quelle: Pressemitteilung der Deloitte & Touche GmbH - Deutschland vom 17.07.2008

 

 

 

 

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Stand: 17. Oktober 2010