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Unternehmen wollen Qualität ihrer Abschlüsse deutlich verbessern
PwC-Studie: Verbesserte Qualität des Abschlusses hat höchste Priorität / 69
Prozent der Befragten überwachen Erstellung des Abschlusses / Nur 19 Prozent
nutzen hierfür systemgestützte Tools / Zwei Drittel nehmen noch Korrekturen auf
Konzernebene nach bereits geschlossenen Bilanz- und GuV-Positionen vor / 45
Prozent planen signifikante Kürzung der Abschlusszeiten
Über 90 Prozent der Finanzvorstände deutscher Unternehmen nennen die
Kommunikation mit Investoren und dem Kapitalmarkt als eine ihrer wichtigsten
Aufgaben (CFO Survey 2007). Aufgrund immer höherer und komplexerer Anforderungen
durch Investoren und regulatorische Vorgaben stehen große Konzerne ebenso wie
mittlere und kleinere Unternehmen bei der Erstellung ihrer Abschlüsse zunehmend
im Spannungsfeld zwischen Zeit, Qualität und Kosten.
PricewaterhouseCoopers (PwC) hat im Rahmen der aktuellen Studie "SmartCloseSurvey
- Optimierung von Reportingprozessen" Finanzvorstände und Führungskräfte aus dem
Finanz- und Rechungswesen sowie Controlling befragt, wo sie derzeit
Verbesserungspotenzial bei der Erstellung ihres Abschlusses sehen und wie sie
ihre Reportingprozesse den höheren Anforderungen anpassen werden. Insgesamt 167
deutsche Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe beteiligten sich an
der Umfrage.
"Der Druck, unterschiedliche Daten möglichst schnell und dennoch qualitativ
hochwertig intern bereitstellen und extern veröffentlichen zu können, wird für
die Unternehmen immer größer", so Klaus Panitz, Partner im Bereich Advisory von
PwC und Autor der Studie. "Umfangreichere Berichte müssen bei gleichem Einsatz
von Ressourcen in immer kürzerer Zeit erstellt werden."
Verbesserte Qualität hat höchste Priorität
Höchste Priorität hat für die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) der Faktor
Qualität, danach erst folgen Zeiteinsparung (22 Prozent) und Kosten (8 Prozent).
Höhere Ansprüche des Kapitalmarktes und regulatorische Vorgaben wie zum Beispiel
das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG), Bilanzeid und Sarbanes-Oxley Act
(SOX) wie auch komplexe bilanzielle Vorschriften sind hier Treiber, ebenso eine
zunehmende Bedeutung der Außendarstellung der Unternehmen. Fehlerhafte
Veröffentlichungen oder interne Entscheidungen auf Basis einer falschen oder
ungenauen Datenbasis stellen nicht nur einen enormen Imageschaden für die
Unternehmen dar, sondern verursachen mittel- und langfristig hohe Kosten.
Zwei Drittel der Befragten nehmen noch Korrekturen auf Konzernebene vor
Eine Herausforderung für die Befragten stellt die Messbarkeit der Qualität dar -
ein Indiz für verbesserungswürdige Abschlüsse ist zum Beispiel die Häufigkeit
von Korrekturen bereits geschlossener Bilanz- und GuV-Positionen. 66 Prozent
der befragten Unternehmen gaben an, hier nach Meldung der Daten an den Konzern
noch Korrekturen vorgenommen zu haben. Die Qualität verbessern sollen nach
Meinung der Befragten integrierte Systeme und automatisierte Schnittstellen,
denn manuelle Korrekturen und Eingriffe in den Datenfluss erhöhen das
Fehlerrisiko beträchtlich.
69 Prozent der Befragten überwachen die Erstellung des Abschlusses
Fehler und Verzögerungen bei der Erstellung des Abschlusses frühzeitig zu
erkennen und damit zu vermeiden setzt eine regelmäßige Beobachtung des Prozesses
der Datenerhebung voraus. Die Befragung brachte zutage, dass 69 Prozent der
Unternehmen den Prozess der Datenerhebung überwachen. Nur 19 Prozent hiervon
nutzen dazu ein systemgestütztes IT-Tool.
Einheitliche Bilanzierungs- und Kontierungsrichtlinien im Unternehmen und
deren Umsetzung in Tochtergesellschaften stehen bei den Unternehmen ebenfalls
ganz oben auf der Prioritätenliste, denn unterschiedliche Ansätze wirken sich
nicht nur auf die Ermittlung des Cash Flows aus, sondern auch auf zahlreiche
steuerungsrelevante Kenngrößen.
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