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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Luftfahrtindustrie steht bei Investoren hoch im Kurs

PwC-Studie: M&A-Volumen legte 2007 auf 31 Milliarden US-Dollar zu / Dollarschwäche macht US-Unternehmen attraktiv / Preise dürften weiter steigen

Die Konsolidierung der globalen Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrtindustrie gewinnt an Schubkraft. Der Gesamtwert der Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) in der Branche kletterte von 29,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 auf annähernd 31 Milliarden US-Dollar 2007, wie aus der Studie "Flying High - Aerospace and Defence M&A" von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen legte gegenüber dem Vorjahr leicht auf 280 Millionen US-Dollar zu und blieb damit weit über dem Durchschnittswert von knapp 150 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2005.

"Der anhaltende Anstieg der Übernahmepreise spiegelt die gute wirtschaftliche Verfassung der Branche wider. Allein bei Airbus und Boeing gingen 2007 Bestellungen für 2.754 Flugzeuge ein, das waren 700 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2005", sagt Jürgen Seibertz, Koordinator für den Bereich Aerospace & Defence bei PwC in Deutschland.

 

 

 
Für die kommenden Jahre rechnet der PwC-Experte mit weiter steigenden M&A-Volumina. So dürfte die Restrukturierung der Zulieferindustrie weitere Kaufgelegenheiten in der Branche schaffen. Zudem werden die Unternehmen versuchen, sich durch Akquisitionen den Zugriff auf neuartige zivile und militärische Technologien zu sichern.

Europäer kaufen in Nordamerika ein
Die anhaltende Dollarschwäche hat das Interesse europäischer Investoren an den USA stark wachsen lassen. So kauften europäische Unternehmen und Beteiligungsfonds im Jahr 2006 nur für rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Nordamerika, im vergangenen Jahr jedoch für 6,6 Milliarden US-Dollar.

 

 

An erster Stelle stand die Übernahme des US-Rüstungsherstellers Armor Holdings durch den britischen Konzern BAE Systems für 4,5 Milliarden US-Dollar.

In Gegenrichtung investierten US-Gesellschaften in Europa rund 6,0 Milliarden US-Dollar. Damit vervielfachte sich das transatlantische M&A-Volumen gegenüber 2006 von 1,9 Milliarden auf 12,6 Milliarden US-Dollar.

Bemerkenswert sind die anhaltenden Zukäufe von Investoren aus dem Mittleren Osten. So übernahm Dubai Aerospace den US-Luftfahrtdienstleister Standard Aero für rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Bereits 2006 hatten Beteiligungsfonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten rund 2,5 Milliarden US-Dollar in europäische und amerikanische Branchenunternehmen investiert.

Von den 43 Transaktionen außerhalb Europas und Nordamerikas zielten 25 auf Beteiligungen in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Künftig dürfte insbesondere Indien eine größere Rolle spielen, da das Land seine Luftfahrtindustrie vergleichsweise stark für ausländische Investoren geöffnet hat.

Private Equity im Steigflug
Das Engagement von Finanzinvestoren erreichte 2007 ein Rekordniveau. Beteiligungsgesellschaften und Private-Equity-Fonds waren an 36 Prozent aller Deals beteiligt, darunter an fünf der zehn größten Transaktionen des Jahres. Insgesamt hatten die zehn größten Übernahmen von Finanzinvestoren ein Volumen von rund 8 Milliarden US-Dollar.

"In den vergangenen Jahren haben Finanzinvestoren der Branche die dringend benötigte Liquidität verschafft und damit die Restrukturierung der Luftfahrtindustrie beschleunigt. Die Kreditkrise allerdings dürfte den Handlungsspielraum der Private-Equity-Fonds zumindest kurzfristig einschränken. Vor allem bei großen Transaktionen werden damit die Chancen industrieller Investoren steigen", erwartet Seibertz.

Die Studie "Flying High - Aerospace and Defence M&A" finden Sie hier als kostenlosen Download.

 

Quelle: Pressemitteilung der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

 

 

 

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Stand: 17. Oktober 2010