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Gleichzeitig legte der
Baseler Ausschuss heute eine Studie zu den Auswirkungen von Basel III
vor. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Basel III mit den
vorgesehenen Übergangsregelungen einführbar ist. So haben 263 Banken aus
23 Ländern bereits zum 31.12.2009 eine durchschnittliche harte
Kernkapitalquote von 5,7 Prozent (Gruppe 1 Banken, das heißt
diversifizierte, international tätige Banken) beziehungsweise 7,8
Prozent (Gruppe 2 Banken, Rest). Insgesamt würde sich für die
teilnehmenden Banken noch ein Kapitalbedarf von 165 Milliarden Euro in
der Gruppe 1 und acht Milliarden Euro für Gruppe 2 ergeben. Die
Liquiditätsregeln werden danach wie folgt erfüllt: Die Liquidity
Coverage Ratio (LCR) erfüllen Gruppe1/Gruppe2 Banken zu 83
beziehungsweise 98 Prozent. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) wird von
den Gruppe 1/Gruppe 2 Banken zu 93 beziehungsweise 103 Prozent bereits
per 31.12.2009 erfüllt.
"Die Ergebnisse der Auswirkungsstudie
sind positiver ausgefallen als erwartet. Hier ist insbesondere zu
berücksichtigen, dass die Daten aus dem Jahr 2009 stammen und viele
Banken sich inzwischen schon an den neuen Kennzahlen ausgerichtet haben.
Dennoch wird es für die einzelnen Institute eine Herausforderung
bleiben, ihren individuellen Kapitalbedarf zu decken", sagt Eckes.
Liquiditätskennziffern und
Leverage Ratio sind für die Umsetzung kurzfristig die größte
Herausforderung
"Da die Anforderungen grundsätzlich
schon ab 2011 gelten, bleibt den Instituten wenig Zeit für die
Umsetzung", sagt Ullrich Hartmann, der bei PwC den Servicebereich
Financial Services Regulatory in Deutschland und Europa verantwortet.
Verbindlich werden die Kennzahlen allerdings erst 2015 beziehungsweise
2018. "Da beide Kennziffern Auswirkungen auf das Geschäftsmodell wie
auch auf die Gesamtwirtschaft haben können, ist die lange
Beobachtungsperiode zu begrüßen," so Hartmann.
Quelle: Pressemitteilung der PwC vom
16.12.2010
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