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Konfliktmanagement braucht
Strukturen
Neue Studie von PwC und
Europa-Universität Viadrina: Konsequentes Konfliktmanagement führt zu
einer effizienten und nachhaltigen Lösung von Konflikten / Klares
Bekenntnis der Unternehmensführung unerlässlich
Immer mehr Unternehmen setzen zur
Regelung auftretender Konflikte auf Ombudspersonen, hausinterne oder
externe Mediatoren sowie eine differenzierte Auswahl konkreter
Bearbeitungsverfahren. Umfassendes Konfliktmanagement geht allerdings
über Einzelmaßnahmen hinaus, stimmt unterschiedliche
Konfliktlösungsmechanismen aufeinander ab, ist ausreichend finanziert
und wird von der Unternehmensleitung offensiv unterstützt, so das Fazit
der Studie "Konfliktmanagement – Von den Elementen zum System", die von
der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gemeinsam mit der
Europa-Universität Viadrina (EUV), Frankfurt (Oder) erstellt wurde.
"In modernen, team- und
lösungsorientiert organisierten Unternehmen lassen sich Konflikte immer
seltener durch einfache Anweisungen von oben produktiv lösen.
Entsprechend groß ist der Bedarf für ein effizientes
Konfliktmanagement", betont Michael Hammes, Experte für
Konfliktmanagement bei PwC.
Praxiserfahrungen von mehr als
30 Unternehmen Der nun vorgestellte dritte Teil der auf fünf
Studien angelegten Serie zum Konfliktmanagement in deutschen Unternehmen
basiert auf Fragestellungen, Erfahrungen und Erkenntnissen aus der
Arbeit des Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen
Wirtschaft sowie fünf Fokusstudien. An dem 2008 eingerichteten Round
Table beteiligen sich inzwischen mehr als 30 Unternehmen, die intensiv
an der Optimierung ihres Konfliktmanagements arbeiten. "Die Entwicklung
des Round Table belegt die rasant wachsende Experimentierbereitschaft
deutscher Unternehmen im Hinblick auf die Einführung unterschiedlicher
Maßnahmen im Bereich Konfliktmanagement. Die Pionierphase ist nach
Jahren der Zurückhaltung in vollem Gange", kommentiert Professor Lars
Kirchhoff, zusammen mit Professor Ulla Gläßer Leiter des Instituts für
Konfliktmanagement (IKM) an der EUV, das die Arbeit des Round Table aus
wissenschaftlicher Perspektive begleitet.
Einzelelemente müssen ins
System passen Der Aufbau von Konfliktlösungsmechanismen und
-strukturen erfolgt in der Regel schrittweise. Bereits die Einführung
erster Maßnahmen sollte dabei mit Blick auf einen möglichen Gesamtplan
konzipiert werden, um später Reibungsverluste beim Aufbau eines
umfassenden Konfliktmanagement-Systems zu vermeiden. Maßgeschneiderte
Konfliktmanagement-Strukturen sind nur zu etablieren, wenn im
Unternehmen bereits existierende formelle und informelle Strukturen zur
Konfliktlösung miteinander vernetzt werden. "Ein vollständiges
Konfliktmanagement-System ist erreicht, wenn es unternehmensweit
bekannte Konfliktanlaufstellen gibt, für eine systematische
Verfahrenswahl gesorgt ist, die konfliktbearbeitenden Personen nach
transparenten Verfahrensstandards arbeiten, Controlling und
Qualitätssicherung sichergestellt sind und diese Komponenten zentral
gesteuert und nach innen wie außen gut kommuniziert werden", fasst
Professor Ulla Gläßer die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen.
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