TMT-Wirtschaft – was bringt das Jahr 2010? Deloitte-Studie verrät: Preise für Endverbraucher steigen/Smartphones werden zu Searchphones Laut Deloitte-Studie „TMT-Predictions 2010“ bringt das neue Jahr den TMT-Märkten (Technologie, Medien und Telekommunikation) vor allem mehr Vernetzung, mehr Leistung, mehr Virtualisierung, mehr „Green“ – und mehr Wettbewerb. Des Weiteren werden NetTabs (Kleincomputer mit Touchscreen) und Cloud Computing an Bedeutung gewinnen – außerdem eine erneute Nachfrage nach Thin Clients und nachhaltiger IT, denn Letztere hilft nicht nur bei Kosteneinsparungen, sondern dient auch dem Image. Im Verlagssektor werden einige wenige Verlage Inhalte vermehrt gegen Bezahlung anbieten – Stützpfeiler bleiben jedoch weiterhin die Werbeeinnahmen. Anders Video-on-Demand – dank erfolgreicher Internet-/Endgeräteangebote wird dies weiter zulegen, wobei insbesondere Einzelhandelsunternehmen als Bezugspunkt davon profitieren können. Auch Smartphones mit integrierten Internet-Suchdiensten werden dank Internetanbindung ihren Siegeszug fortsetzen, was neue Geschäftschancen eröffnet. Netzanbieter werden in der Folge Verfügbarkeit und Preise von Netzbandbreite anpassen, um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden. „Hinter all diesen Entwicklungen steht der zunehmende Wettbewerb: Unternehmen müssen effizienter werden. Energie-Effizienz und Green IT rücken zunehmend auf die Tagesordnung. Außerdem passen viele Unternehmen – speziell im Medien- und Telekommunikationsbereich – ihre Preismodelle an. Verbraucher müssen damit rechnen, in Zukunft wieder mehr oder überhaupt etwas für Daten und Dienste zu bezahlen“, so Andreas Gentner, Partner TMT bei Deloitte. Computer werden kleiner und zunehmend vernetzt 2010 wird das Jahr von Green IT und Vernetzung. Kleine, leistungsfähige Chips ermöglichen den Bau sparsamer Geräte. Nach dem großen Erfolg der NetBooks werden dieses Jahr sogenannte NetTablets oder NetTabs das Endgeräteangebot erweitern – Computer, die noch kleiner sind als NetBooks und über einen Touchscreen bedient werden. Im Bereich der Unternehmens-IT werden rund 1 Mio. Thin-Client-Arbeitsplätze entstehen – hierbei werden Anwendungen ausgeführt, die nicht auf dem Desktop vorinstalliert sind, sondern auf einem Server abgelegt und über Netzwerk bereitgestellt werden. Die Verteilung von Rechenaufgaben auf mehrere Server in einem virtuellen Netzwerk (Cloud Computing) wird darüberhinaus stärker wachsen als jeder andere derzeitige IT-Trend – vor allem dank der Nachfrage kleiner und mittlerer Unternehmen. |