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Pressemitteilung - Pressemitteilung im
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Europas Hotels: Erholung, aber langsam
Deloitte-Untersuchung zeigt wachsende Nachfrage in Europa/Weiter schwierige
Lage für deutsche Hoteliers
Die europäische Hotellerie scheint die Krise abzuschütteln. Laut Auswertungen
der STR-Global-Branchenstatistik durch Deloitte steigt die Nachfrage nach
Übernachtungen wieder: Im Dezember 2009 legte sie um 4,2 Prozent zu, im Januar
2010 wuchs sie um weitere 3,3 Prozent. In Deutschland kämpfen Hotelbetreiber
dennoch nach wie vor mit Schwierigkeiten. Einerseits müssen sie Einbußen
hinnehmen, weil die ohnehin niedrigen deutschen Preise beständig sinken – allein
von Dezember bis Januar um 4,9 Prozent. Andererseits müssen sie sich gegen den
Vorwurf wehren, den gesunkenen Mehrwertsteuersatz auf Hotelübernachtungen nicht
ausreichend in Preissenkungen umzusetzen.
„Die Hotellerie wirbt mit Unterstützung der Fachmedien und der Branchenverbände
um Anerkennung dafür, dass die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf ein
europaweit vergleichbares Niveau in vielerlei Hinsicht sinnvoll eingesetzt wird
– z. B. um dringend notwendige Investitionen zu unterstützen, die
Servicequalität durch Fortbildungsmaßnahmen zu verbessen oder um das Angebot für
den Gast durch Zusatzleistungen attraktiver zu machen. Bei der ganzen Diskussion
sollte man nicht vergessen: Für den größten Teil des Hotel- und
Gaststättengewerbes, nämlich die Gastronomie, gibt es bisher keine reduzierten
Sätze. Für die Hotellerie bedeutet diese Veränderung zwar einen wichtigen
Schritt, aber keine universelle Lösung für zahlreiche Probleme“, erläutert
Benjamin Ploppa, Senior Manager Hospitality bei Deloitte.
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Auslastung steigt, Preise fallen – RevPAR dennoch leicht im Plus
Ein Zahlenvergleich der Monate Januar 2009 und Januar 2010 zeigt, dass die
Auslastung europäischer Hotels um zwei Prozent zugelegt hat. Dabei wuchsen die
Belegungszahlen der Hotels in Ost- und Südeuropa um bis zu 6,8 Prozent, in Nord-
und Westeuropa jeweils nur um ein Prozent. Der Anstieg ging jedoch teils mit
fallenden Preisen einher: Obwohl Übernachtungen im Norden und Westen leicht
teurer wurden, verbilligten sie sich im europaweiten Schnitt um 0,9 Prozent.
Immerhin reichten die Preissteigerungen in Teilen Europas aber aus, den
Zimmerertrag (RevPAR) um durchschnittlich 1,1 Prozent anzuheben.
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Deutschland: starker Zuwachs von schwachem Ausgangsniveau
Die Wachstumszahlen für Deutschland entsprachen diesen Trends nicht nur, sondern
lagen sogar zum Teil deutlich darüber. Der Januar-Vergleich zeigt einen
überproportionalen Anstieg der Auslastung und des durchschnittlichen
Zimmerpreises; Letzteres ein Effekt des Wirtschaftsabschwungs im Vorjahr. Doch
gingen beide Anstiege von einem vergleichsweise niedrigen Niveau aus, weshalb
Deutschland sowohl bei den Zimmerpreisen als auch beim RevPAR weiter hinter dem
europäischen Durchschnitt zurück bleibt – bei der Auslastung halten deutsche
Hotels allerdings gut mit. Die Vergleichszahlen ausgewählter Städte
verdeutlichen diese Entwicklung. Sowohl bei der durchschnittlichen Auslastung
als auch beim RevPAR führen Hotels aus anderen europäischen Ländern, die
stärksten deutschen Städte sind Frankfurt, Köln und Düsseldorf.
Hotelauslastung und RevPAR (Revenues per Available Room)
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Vergleich Januar 2010/Januar
2009
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Auslastung
|
RevPAR
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2010 (%)
|
2009 (%)
|
Abw. (%)
|
2010 (€)
|
2009 (€)
|
Abw. (%)
|
| |
|
Europa ges.
|
48,20
|
47,20
|
2,0
|
44,05
|
43,56
|
1,10
|
|
Deutschland
|
48,00
|
47,40
|
1,27
|
42,04
|
39,26
|
7,08
|
| |
|
Berlin
|
50,80
|
48,20
|
5,39
|
41,74
|
36,63
|
14,00
|
|
Köln
|
56,50
|
53,60
|
5,41
|
60,30
|
54,17
|
11,30
|
|
Düsseldorf
|
55,50
|
56,50
|
-1,70
|
52,09
|
51,59
|
1,00
|
|
Frankfurt
|
58,40
|
50,90
|
14,60
|
72,36
|
61,52
|
17,60
|
|
Hamburg
|
48,70
|
54,40
|
-10,40
|
46,45
|
49,16
|
-5,50
|
|
München
|
53,60
|
56,30
|
-4,70
|
50,32
|
59,24
|
-15,10
|
|
London
|
69,90
|
66,10
|
5,60
|
87,76
|
77,46
|
13,30
|
|
Madrid
|
51,40
|
50,80
|
1,18
|
45,00
|
51,00
|
-11,80
|
|
Moskau
|
43,30
|
38,80
|
11,60
|
57,62
|
58,90
|
-2,20
|
|
Paris
|
65,70
|
65,80
|
-0,15
|
100,54
|
102,58
|
-2,00
|
|
Rom
|
42,00
|
38,40
|
9,30
|
47,68
|
50,47
|
-5,50
|
|
Wien
|
50,60
|
47,50
|
6,53
|
42,94
|
42,64
|
0,70
|
|
Zürich
|
61,40
|
57,20
|
7,40
|
83,78
|
84,64
|
-1,00
|
Quelle: STR Global, Deloitte
Quelle: Pressemitteilung von Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 16. März 2010
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