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Pressemitteilung - Pressemitteilung im
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Reise ins Ungewisse
Deloitte-Report: Reise- und
Tourismusindustrie im Umbruch/Paradigmenwechsel durch Krise beschleunigt
Die Deloitte-Publikation „Exploring hidden depths“
zeigt, dass die Business Class zwar bislang als Cash Cow der
Fluggesellschaften galt, doch durch die Konjunkturkrise in der Reise-
und Tourismusbranche könnten künftig andere Zielgruppen in den Fokus
geraten. Airlines müssen alternative Überlebensstrategien abseits des
reinen Wachstums entwickeln – Ähnliches gilt für die internationale
Hotelbranche, insbesondere im Luxussegment. Hier zeigen die Einbrüche im
Businessbereich die spürbarsten Auswirkungen – langfristig müssen die
Hotels des Luxussegments wesentlich gezielter auf die individuellen
Wünsche der Gäste eingehen. Weitere Faktoren wie Pandemien setzen die
Reise-, Freizeit- und Tourismusindustrie zusätzlich unter Druck. Ein
Lichtblick: Der Sportsektor scheint krisenresistent – was an der
Loyalität der Fans liegt.
„Die Reise-, Tourismus- und Freizeitindustrie sieht
sich derzeit mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert –
Unternehmen und Anbieter versuchen, darauf mit Flexibilität zu
reagieren. Sie soll ermöglichen, selbst in Worst-Case-Szenarien
handlungsfähig zu bleiben“, erklärt Karsten Hollasch, verantwortlicher
Corporate Finance Partner mit Schwerpunkt Freizeitindustrie bei Deloitte.
Airlines: Einbruch bei
Geschäftsreisenden
Erst steigende Energiepreise, dann der Ausbruch der
Krise: Die Bedingungen für Reiseveranstalter und Fluglinien sind hart.
Unabhängig von der Konjunkturentwicklung der nächsten Monate kann davon
ausgegangen werden, dass eine Entspannung hier mittelfristig nicht in
Sicht ist. Problematisch ist vor allem der Bereich der Geschäftskunden –
sie entscheiden sich zulasten der Premium-Anbieter häufiger für
preiswerte Flüge. Hinzu kommt bei Privatkunden der Trend zu immer
späteren Buchungszeiten. Eine Folge – neben Personalabbau – ist eine
sich fortsetzende Konsolidierung der Flugbranche. Nach Auskunft von
Torsten Heun, Corporate Finance Partner mit Schwerpunkt Transport und
Logistik bei Deloitte, spielen neben der Anpassung an das veränderte
Kundenverhalten bei strategischen Überlegungen eine langfristige
Umstellung auf einen „grünen“ Luftverkehr eine Rolle.
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Luxushotels: Das Segment schrumpft
Internationale Luxushotels, die lange
als krisenresistent galten, stehen mittlerweile ebenfalls vor
erheblichen Problemen. Nach dem Boom vergangener Jahre existieren
vielerorts Überkapazitäten. Auch hier ist es vor allem der Rückgang
von Business-Übernachtungen, der das Überangebot besonders sichtbar
macht. Für die Zukunft können zwei Szenarien konstruiert werden:
Entweder tritt eine Erholung ein, die den Zustand vor der Krise
wiederherstellt – also hohe Bettenauslastung und hohe Erträge – oder
aber das Luxussegment wird bei unverändert hoher Profitabilität
insgesamt schrumpfen. Branchenkenner halten letztere Variante für
wahrscheinlicher.
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Anbieter, die ihre Angebote individuell auf
die Wünsche der Gäste abstimmen, und Markenprestige werden eine noch
zentralere Rolle als heute spielen. „Um die Frage zu beantworten, ob
die Business-Class der Luxushotellerie genauso stark schrumpft wie
im Flugverkehr, muss analysiert werden, welche Bedeutung die
Airlines für die touristische Leistungskette haben und was wahrer
Luxus bedeutet“, erläutert Benjamin Ploppa, Senior Manager Tourismus
und Hotellerie bei Deloitte. „Hotels und Marken mit einzigartigen,
individuellen Luxus behaupten sich trotz Krise gut.“
Sport: der Krise trotzen
Was für Reisen und viele Bereiche der
Tourismusindustrie gilt, hat für das Freizeit- und Sportsegment nur
eingeschränkte Bedeutung. Die Krise konnte das Wachstum dieses
Segments bislang nicht beeinträchtigen. Zum einen mag das an
langfristigen Verträgen über Senderechte und Sponsoring liegen, zum
anderen aber auch an der Tatsache, dass die Konsumenten kein oder
nur ein geringes Sparverhalten zeigen. Zwar hat der Rückzug von
Finanzdienstleistern und Autoherstellern aus dem Sport Lücken
hinterlassen, dies betrifft jedoch im Wesentlichen Sportarten wie
Tennis, Golf oder die Formel 1. Abseits davon kann die Regel gelten:
Die „Großen“ werden von der Krise deutlich weniger bedroht als die
„Kleinen“.
„Die Reise- und Tourismusbranche leidet unter den
Folgen der Konjunkturkrise und mit der befürchteten zweiten Welle
der Schweinegrippe hat sie noch ein weiteres Problem. Hotelbetreiber
und Airlines reagieren mit Notfallplänen. In Anbetracht der
Tatsache, dass Pandemien in einer globalisierten Welt immer
wahrscheinlicher werden, sind sie gut beraten, solche Maßnahmen zu
institutionalisieren“, resümiert Karsten Hollasch.
Den kompletten Report finden Sie
hier zum Download.
Quelle: Pressemitteilung der
Deloitte &
Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 15.10.2009
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