Sorge um Überkapazitäten deutlich
gestiegen
Waren im Vorjahr 70 Prozent der Automanager der Ansicht, dass zu
viele Autos produziert werden, sind die Befragten inzwischen
ausnahmslos dieser Meinung. Der Anteil derjenigen, die in den
kommenden fünf Jahren von Überkapazitäten zwischen 11 und 20 Prozent
ausgehen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 32 auf 59 Prozent
fast verdoppelt. Und jeder fünfte Befragte geht sogar von
Überkapazitäten von mindestens 21 Prozent aus.
Hoffnungsschimmer: Alternative
Antriebe und Emerging Markets
Ungeachtet der derzeitigen Krise sehen die
Autoexperten auch kleine Hoffnungsschimmer am Horizont. Hoffnung auf
Wachstum gründen die Fachleute vor allem auf die Entwicklung
alternativer Antriebe und das Potenzial in den Emerging Markets. Sie
gehen davon aus, dass der Automarkt in den Schwellenländern - selbst
wenn man China und Indien außer acht lässt - schneller wachsen wird
als in allen anderen Regionen. Das größte Wachstum erwarten die
Befragten für Osteuropa sowie Zentral- und Südamerika, hier vor
allem in Brasilien. Uwe Achterholt: "Auffällig ist, dass die
Unternehmen im Gegensatz zu den Vorjahren kaum noch Chancen darin
sehen, ihre Situation durch eine stärkere Kostenkontrolle verbessern
zu können. Die Hoffnungen haben sich deutlich hin in Richtung neuer
Produkte und Märkte verlagert."
Autokäufer zunehmend preisbewusster
Die Unternehmen erwarten angesichts der
Rezession, dass Kostenaspekte beim Autokauf künftig eine größere
Rolle spielen werden als die Qualität der Fahrzeuge. So sind nahezu
alle Befragten (96 Prozent) überzeugt, dass in den kommenden fünf
Jahren ein niedriger Kraftstoffverbrauch das wichtigste
Kaufkriterium darstellt. Und die Erschwinglichkeit des fahrbaren
Untersatzes ist für die Kunden in den Augen der Manager inzwischen
praktisch ebenso wichtig wie dessen Qualität.
Chinesische Automarken holen weiter
auf
Chinesische und indische Automarken werden nach Ansicht der
Branchenfachleute ihren Marktanteil in den kommenden fünf Jahren am
stärksten ausbauen können. 81 Prozent der Befragten meinen, dass
chinesische Hersteller von 2009-2013 mit einem wachsenden
Marktanteil rechnen dürfen. Fast ebenso viele (78 Prozent) gehen von
einer positiven Entwicklung für die indischen Automarken aus. Recht
positiv sieht der Branchenausblick für die deutschen Hersteller aus:
60 Prozent der Fachleute erwarten für VW einen steigenden
Marktanteil, 40 beziehungsweise 32 Prozent für BMW und Mercedes.
US-Hersteller dagegen dürften zu den Verlierern zählen. So rechnen
jeweils rund zwei Drittel der Automanager damit, dass General
Motors, Ford und Chrysler Marktanteile verlieren werden.
Download der Studie
Die
Studienergebnisse können Sie
hier als pdf-Datei herunterladen.
Quelle: Pressemitteilung der KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 08.01.2009