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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Risikomanagement unter verschärften Bedingungen

Deloitte-Studie deckt neue Risikomanagement-Dimensionen bei Finanzdienstleistern auf

Das Risikomanagement der Finanzbranche muss sich laut der sechsten Auflage des Deloitte „Global Risk Management Survey“ neben dem traditionellen Risikokatalog auf weitere Herausforderungen einrichten. Dazu gehören beispielsweise Reputationsrisiken für Unternehmen, die Schaffung eines unternehmensübergreifenden Risikobewusstseins, die Implementierung eines leistungsfähigen Enterprise Risk Managements (ERM) sowie eine adäquate technische Ausstattung. Weitere kritische Punkte sind, insbesondere mit Hinblick auf Basel II, eine transparente Risikostrategie sowie Compliance gemäß regulatorischen Anforderungen. Für die aktuelle Studie wurden 111 internationale Finanzunternehmen mit Bilanzaktiva von insgesamt über 19 Billionen US-Dollar befragt.

„Die Finanzkrise hat die Schwachstellen der Branche in grelles Licht getaucht. Deswegen haben wir Schlüsselbereiche wie Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationale Risiken in der Studie analysiert und dabei herausgefunden, dass hier größere Unternehmen in der Regel besser aufgestellt sind“, kommentiert Jörg Engels, Partner Enterprise Risk Services bei Deloitte.

 

 

 

Unternehmensführung trägt Verantwortung
Die Verantwortung für das Risikomanagement haben 77 Prozent der Befragten in der obersten Führungsebene angesiedelt. 63 Prozent der Unternehmen geben ein offizielles Statement zur Risikobereitschaft ab – dessen Umsetzung in konkrete Risikomanagementmaßnahmen gestaltet sich allerdings vielfach noch schwierig. Mittlerweile haben aber sogar 73 Prozent der Studienteilnehmer einen Chief Risk Officer, der an die oberste Firmenleitung berichtet. Bei der Schaffung eines unternehmensweiten Risikobewusstseins zeigt sich jedoch, dass viele Unternehmen noch keinen Abgleich zwischen den Zielen des Risikomanagements, den Leistungsvorgaben aus der Unternehmensstrategie sowie den Vergütungsregelungen für ihre Führungskräfte vorgenommen haben.

 

 

Weit über ein Drittel ohne ERM
Das zentrale Instrument zur Risikoerfassung sollte ein umfassendes Enterprise Risk Management (ERM) System sein: Aber 41 Prozent der Befragten verfügen über nichts Vergleichbares, 23 Prozent sind dabei, es zu implementieren, und lediglich 36 Prozent haben bereits ein ERM-System im Einsatz. Auffällig ist, dass 44 Prozent der diversifizierten Unternehmen ein ERM haben, wobei sie sich eher bei größeren Unternehmen finden – bei Investmentbanken hingegen geht die Quote gegen Null. Allerdings zielen diese hauptsächlich auf traditionelle Risiken (Kredit, Markt usw.) ab. Doch auch neue Risikotypen wie Reputation und strategische Risiken haben verstärkt Beachtung gefunden, insgesamt wurde der ERM-Rahmen ausgeweitet und verhilft den Unternehmen so zu deutlichen Kosteneinsparungen.

Basel II ist Schrittmacher
Die Basel II-Regularien gelten für etwa die Hälfte der weltweit untersuchten Unternehmen – weitere sieben Prozent unterwerfen sich ihnen freiwillig. Auch hier zeigt sich, dass die „Großen“ einen Schritt voraus sind, denn sie bedienen sich deutlich häufiger des anspruchsvollen Basel II-Regelwerks.

Nahezu alle Befragten halten ihr Management traditioneller Schlüsselrisiken für effizient – darüber hinaus wollen viele das Management der „neuen“ Risiken optimieren. Das von den Aufsichtsbehörden geforderte Management modellbezogener Risiken wird derzeit von 66 Prozent der befragten Unternehmen umgesetzt. Bei der Frage nach einer geeigneten technologischen Basis für ein wirksames Risikomanagement zeigt sich wenig Optimismus: Die Mehrheit ist insbesondere bei der Datenerfassung nicht mit der verfügbaren Infrastruktur zufrieden.

„Laut Studie haben viele Unternehmen ihre Schwächen erkannt und ihr Risikomanagement seither auf eine breitere Basis gestellt. Wenn sie ihr Verbesserungspotenzial auch weiterhin gezielt ausschöpfen, können sie gestärkt aus der Krise hervorgehen“, so Jörg Engels.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

 

Quelle: Pressemitteilung der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 26. August 2009

 

 

 

 

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Stand: 17. Oktober 2010