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Pressemitteilung - Pressemitteilung im
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KPMG-Umfrage:
Geschäftsklima in der deutschen Industrie hellt sich auf
Auswirkungen der Rezession bleiben jedoch
weiterhin spürbar
In der deutschen Industrie hat sich das Geschäftsklima
wieder deutlich aufgehellt. Wie aus der aktuellen KPMG-Sommerumfrage
unter rund 500 Unternehmen hervorgeht, spricht vieles dafür, dass mit
wieder anziehenden Umsätzen und neuen Nachfrageimpulsen binnen
Jahresfrist auch die Produktion kräftig nach oben gefahren werden
könnte.
Die Hoffnungen der Branchenakteure gründen auf einem
weltweiten Konjunkturaufschwung, der Einführung neuer Produkte sowie der
einsetzenden Aufstockung der Kundenlager.Allerdings dürften die
Auswirkungen der Rezession in den kommenden zwölf Monaten einen weiteren
Beschäftigungsabbau und Investitionskürzungen zur Folge haben. Da die
Firmen überdies mit einem anhaltend starken Rückgang ihrer
Verkaufspreise rechnen, fallen ihre Gewinnaussichten binnen Jahresfrist
auch nur verhalten optimistisch aus.
Rund 46 Prozent der deutschen Industriefirmen planen
binnen Jahresfrist Produktionssteigerungen, nur rund 22 Prozent wollen
Einschränkungen vornehmen. Der daraus resultierende Anstieg des
Index-Saldos von seinem Rekordtief im Januar von 15.8 auf jetzt +24.2
zeigt, dass sich die Wachstumsperspektiven in der deutschen Industrie im
Juli ganz erheblich aufgehellt haben. Hohe Erwartungen hegen die Firmen
dabei an den Auftragseingang: So schnellte der entsprechende Saldo von
-19.6 zu Jahresbeginn auf ein Eineinhalb-Jahreshoch von +31.6 und zeigt,
dass die Unternehmen bis Sommer 2010 mit einer kräftig anziehenden
Nachfrage nach Industrieerzeugnissen "Made in Germany" rechnen. Folglich
erwarten auch 47 Prozent der Befragten Umsatzzuwächse. Mit Verlusten
rechnen nur 23 Prozent.
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Trotz der optimistischen Umsatzprognosen blieben
die Gewinnaussichten binnen Jahresfrist eher gedämpft, was der
entsprechende Saldo mit aktuell +4.5 nach -35.4 im Januar zeigte.
Schaden dürften der Profitabilität einerseits der scharfe
Wettbewerb, andererseits nachhaltige Forderungen nach
Preisnachlässen seitens der Kunden. Dass die Branchenakteure diesen
Forderungen auch weitgehend nachzukommen gedenken, signalisiert der
klar negative Saldo Verkaufspreise mit -21.7 (Januar: -29.6). Von
der Kostenseite droht in den nächsten zwölf Monaten jedenfalls keine
große Überraschung: Hier gehen die Unternehmen davon aus, dass sich
der starke Kostenrückgang allenfalls abschwächt, worauf der
entsprechende Saldo mit -4.5 nach -36.9 im Januar hindeutet.
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Wenig rosig sind hingegen die
Beschäftigungsperspektiven. Überkapazitäten, Kosteneinsparungen und
der erwartete Gewinnrückgang machen laut aktueller Umfrage bei 32
Prozent der Firmen Entlassungen wahrscheinlich, während nur 21
Prozent Neueinstellungen für möglich halten. Tiefe Spuren dürfte die
Konjunkturkrise auch bei Investitionen und Ausgaben für Forschung &
Entwicklung hinterlassen: Beide Salden kennzeichnen hier mit -20.5
bzw. -13.1 weitere Kürzungsabsichten. Gegenüber den entsprechenden
Januar-Daten ist jedoch bei beiden Kennzahlen eine gewisse Erholung
erkennbar.
Die deutsche Umfrage ist Teil einer zweimal
jährlich durchgeführten Befragung unter rund 3.700
Industrieunternehmen in elf EU-Ländern. Dr. Marianne Schramm,
verantwortlich für Advisory Commercial Clients in der KPMG Europe
LLP, kommentiert die Umfrageergebnisse für Europa: "In den
wichtigsten europäischen Industrieländern keimt wieder Optimismus
auf; dies gibt Anlass zur Hoffnung auf eine Trendwende. Bei den
Industrieunternehmen Großbritanniens und Italiens herrscht mit
Abstand am meisten Zuversicht. Mittlerweile sehen aber auch die
deutschen Unternehmen Licht am Ende des Tunnels und beurteilen die
Geschäftsaussichten deutlich positiver als noch im Januar. Vor allzu
großem Überschwang sei jedoch gewarnt: Noch ist die konjunkturelle
Talsohle nicht komplett durchschritten. Unternehmen, die vom
geschwächten Wettbewerb, den fragmentierten Märkten und einer
gestärkten Nachfrage profitieren wollen, müssen rechtzeitig
entsprechende Strategien entwickeln. Während Unternehmen in der
Jahrhundertkrise mit Nachsicht rechnen konnten, werden im Aufschwung
Strategie und Geschäftsmodell Spreu vom Weizen schnell trennen."
Zur Umfrage
Der Bericht zu den Geschäftsaussichten der
europäischen Industrieunternehmen wird von Markit Economics im
Auftrag von KPMG erstellt. Er basiert auf Umfragen zur Einschätzung
der weiteren Konjunkturentwicklung unter rund 3.700 Firmen, davon
500 aus Deutschland. Der Bericht wird zwei Mal im Jahr erstellt,
wobei die Umfragen jeweils im Sommer und Winter durchgeführt und
veröffentlicht werden.
Quelle: Pressemitteilung der KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 17.08.2009
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