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Testimonials und
Referenzen: Ein wertvoller Schatz
Wenn wie jetzt das Vertrauen in die
Unternehmen bröckelt, sind Empfehler und Referenzgeber geradezu
unentbehrlich. Denn jede Empfehlung steht für eine Spitzenleistung – aus
Sicht des Kunden betrachtet, und die allein zählt. Doch selbst, wenn
alles prima läuft, kommt positive Mundpropaganda nicht immer automatisch
in Gang. Damit die Kunden ans Weiterempfehlen denken und sogar bereit
sind, als Referenz zu dienen, wird man sie vielfach ein wenig ‚impfen’
müssen.
Wer anderen etwas empfiehlt, bürgt mit seinem guten
Namen. So ist jede Empfehlung ein wertvoller Vertrauensbeweis. Empfohlen
wird aber nur, was im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert ist, was
absolut überzeugt und restlos begeistert. Mit einem schlechten Rat
riskiert man nämlich Spott und Tadel – und setzt Freundschaften auf
Spiel. Mit einer erstklassigen Empfehlung hingegen erzielt man
Aufmerksamkeit und Anerkennung, erntet Lob und Dank. Man kann sich als
Kenner präsentieren. Man kann Menschen beeinflussen und damit auch Macht
ausüben. Oder man kann helfen und anderen Gutes tun. Auf diese Weise
lassen sich Beziehungen aufbauen und festigen. Die entscheidende
Triebfeder eines Empfehlers ist also in den wenigsten Fällen materieller
Profit, sondern vielmehr, jemand zu sein oder etwas beizutragen.
Warum Referenzen heute so wichtig sind
„Wer nutzt dieses
Angebot denn schon und vor allem: Welche Erfahrungen hat er damit
gemacht? Ist der Anbieter kompetent und hält er seine Versprechen ein?“
So oder anders lauten die meist unausgesprochenen Fragen eines
Interessenten auf der Suche nach Seriösität und Sicherheit. Gut, wenn
die passenden Antworten aus dem Mund eines begeisterten Kunden kommen.
Denn wer heutzutage konsumiert oder investiert, glaubt eher den
Botschaften vertrauenswürdiger Dritter, als den Hochglanzbroschüren von
Herstellern und Anbietern am Markt.
Wirkungsvolle Referenzen – neudeutsch oft auch
Testimonials genannt - die in mündlicher, schriftlicher oder akustischer
Form über die Qualität eines Anbieters berichten, sind heutzutage
unverzichtbar. Wer im Geschäft erfolgreich sein oder neue Branchen
erobern will, kommt mit einer eindrucksvollen Referenzliste und den
dazugehörigen Erfolgsstorys schnell weiter. Je bekannter die Namen auf
der Liste sind, desto besser. Sie machen einen Anbieter ‚salonfähig’.
Hierzu Helmut Sendlmeier, CEO der Werbeagentur McCann Erickson
Deutschland: „Kunden wissen sehr wohl, was eine Agentur im Endeffekt
ausmacht: eine großartige Kundenliste. Sie ist die gelebte Referenz für
qualitativ hochwertige Arbeit und gewachsenes Vertrauen.“
Referenzen sind vor allem dort hilfreich, wo die
Leistung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht existiert bzw.
sehr komplex ist, wie etwa in der IT-Branche, im Wartungsdienst oder bei
Beratungsunternehmen. Indem sie über ihre Erfahrungen berichten, helfen
bestehende Kunden und Geschäftspartner, etwaige Unsicherheiten des
Interessenten abzubauen. So sorgen Referenzen für Objektivität und
Glaubwürdigkeit. Denn der Produktnutzen bzw. die Beurteilung der
Zusammenarbeit werden aus dem Blickwinkel des Kunden betrachtet.
Wie man zu aussagekräftigen Testimonials
kommt
Manchmal erhält man positive Kundenaussagen schon
allein dadurch, dass man sich im Anschluss an die Leistungserbringung
schriftlich bedankt und etwas Individuelles hervorhebt, das einem in der
Zusammenarbeit besonders gut gefallen hat. Denn Menschen sind hungrig
nach Lob - und revanchieren sich gern für gute Gefühle. Auf
Bewertungsportalen und in Blogs oder Internet-Foren lassen sich dank
Google Blog Search (hoffentlich) positive Kommentare ausfindig machen.
Über Google Alert erhält man Online-Kommentare übrigens regelmäßig
zugespielt.
Wer sich ein gut gefülltes Schatzkästchen an
Testimonials zulegen will, kann beispielsweise auch wie folgt vorgehen:
Ein paar Tage bzw. Wochen, nachdem der Kunde Ihre Leistung erhalten hat,
schreiben Sie ihm mit der Bitte, Ihnen zu sagen, was ihm daran ganz
besonders gut gefallen hat, und zwar am besten so, als würde er einem
unbeteiligten Dritten mündlich davon berichten. Sollten Sie
überraschenderweise statt eines überschwänglichen Lobes an dieser Stelle
herbe Kritik erhalten - auch gut! Dann hat der Kunde wenigstens
ausgesprochen, was ihn bedrückt, anstatt still und heimlich abzuwandern,
oder im Web der ganzen Welt zu erzählen, wie es um Sie steht.
Anstatt zu schreiben können Sie Ihre
Bestandskunden auch anrufen bzw. besuchen und in ein Gespräch rund um
das Positive an Ihrer Leistung verwickeln. Stellen Sie dazu etwa
folgende Fragen:
· Was ist
es, das Ihnen an unserer Leistung am besten gefällt?
· Was
sind eigentlich für Sie die größten Vorteile bei uns?
· Wie war
es früher, als Sie unsere Leistung noch nicht nutzten?
· Wie
viel Zeit/Geld/Nerven sparen Sie denn mit unserer Leistung ein?
· Was ist
eigentlich der wichtigste Grund, weshalb Sie schon so lange Stammkunde
sind?
Sind die Antworten positiv, dann fragen Sie Ihren
Gesprächspartner ganz begeistert, ob Sie das mal aufschreiben dürfen, um
so einen Formulierungsvorschlag für ein Testimonial machen zu können.
Versehen Sie dies mit einer plausiblen Begründung wie etwa der, dass Sie
expandieren oder stärker mit einer gewünschten Branche zusammenarbeiten
wollen. Senden Sie ihm dann den Text zur Freigabe zu. Dieser sollte
entscheidungsrelevante Details sowie konkrete Zahlen und Fakten
beinhalten. Bedanken Sie sich anschließend mit einer kleinen
Aufmerksamkeit.
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des Beitrags
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