![]() |
|
|
| themanagement.de | Suche |
Spammen Sie noch oder machen Sie schon E-Mail Marketing? (Teil II von III)
von Thomas Göring
Was
machen erwünschte und vor allem tatsächlich abonnierte Newsletter großer,
seriöser Firmen im Spam Ordner ? Das fragen sich die Absender selbst, wenn es
dazu kommt. In der Mehrzahl aller Fälle ist es schlicht mangelndes Know-How, was
auch etablierte Unternehmen zu Spammern macht. Die Folgen sind verschleuderte
Marketingbudgets, null Umsatz und massive Imageverluste.
In Teil I der „Trilogie“ ging es
um Grundlagenwissen, Adressmanagement, die rechtlich erforderliche Einwilligung,
sowie alles rund um professionelle Versandtechniken. In diesem zweiten Teil geht
es nun um das vielschichtige Thema Gestaltung sowie rechtlich korrekte
Abmeldungen und dem richtigen Beschwerdemanagement. Der dritte und letzte Teil
(Selbermachen oder Agentur beauftragen ?) wird nach dem 01.09.2006
veröffentlicht.
A Gestaltung generell
Schlüsselworte in Betreff und Body
Drei Ausrufezeichen und ganze Wörter in Großbuchstaben sind prinzipiell in einer
Betreffzeile zu vermeiden (ganz zu schweigen von einem gewissen
Vermarktungsanspruch). Auch auf mehrfache Sonderzeichen sollte verzichtet
werden. „Gewinnspiele“ sind bei manchen Filtern aufgrund der Masse als kritisch
einzustufen. Im Newsletter selbst kann autonomer agiert werden. Allerdings
bringen „Superheiße Sonderschnäppchen“ und allseits beliebtes „Viagra“ weitere
Punkte auf einer Spam-Wahrscheinlichkeitsskala.
Serioese Absender-Adresse
Absender wie z.B. KanyeWestingale666@yahoo.com werden häufiger von Spammern
verwendet, als sauber geschriebene Namen wie z.B. newsletter@firma.de - erstere
sind dementsprechend von seriösen Firmen zu meiden.
Einfacher HTML-Code
Wenn HTML Newsletter, dann bitte schön richtig: Will heißen, dass auf einen
möglichst einfach aufgebauten HTML-Code zurueckgegriffen wird. Die aus der
Homepageerstellung bekannten HTML-Editoren sind für Newsletter nur bedingt
geeignet.
Kein Anhang
Außer PDF-Anhängen kommt nichts in Frage, was nicht auf eine erhöhte Spam-Gefahr
hindeutet.
B Gestaltung bei Eigenversand
Name in die "To"-Zeile
Der komplette Name des Adressaten in der "To"-Zeile und in der Anrede hilft
gegen Spam-Verdacht, da richtige Spammer diese Informationen nur selten haben.
Betreff ohne Reizworte und ohne viel Zahlen
Wie oben bereits dargelegt, gibt es eine Reihe von Begriffen auf die Filter
reagieren. Diese Liste wird eher länger denn kürzer und umfasst immer mehr
werbliche Begriffe. Des Weiteren reagieren einige Spam-Filter auf
personalisierte Betreffzeilen. Neben Wörtern gilt es auch, mit Ziffern sparsam
umzugehen.
Multipart statt HTML-Format
Versenden Sie HTML-Mails immer im Multipart-Format und nie als reine HTML-Mails.
Schriftarten und -farben
Spamverdacht schöpfen Filter auch aus farbiger Schrift, wobei es sogar
Unterschiede bei einzelnen Farben gibt: Rot, grün, blau sind zu vermeiden, grau,
gelb, cyan oder magenta können bereits auf Indices stehen. Ebenso geraten große,
farbige UEberschriften in Verdacht.
Links mit Domainnamen
Hyperlinks in einem Newsletter sollten immer auf existierende Domainnamen
verweisen und nicht auf IP-Adressen. Der Link sollte auch nicht in JavaScript
versteckt sein.
Weitere Hinweise
Spam-Filterregeln haben ohne Zweifel ihre Berechtigung. Unsinnig wird es
allerdings, wenn einige von ihnen z.B. dann anspringen, wenn im Newsletter
beschrieben wird, wie die Adresse gewonnen wurde. Schließlich ist genau das eine
Forderung an das seriöse e-Mail-Marketing. Ähnliches gilt unter Umständen auch
für den Abmeldelink.
C Abbestellung
Bequeme Abbestellfunktion in jedem Newsletter
Man kann es nicht oft genug betonen: Jeder Newsletter muss eine leicht
auffindbare und bequem zu nutzende Abmeldemöglichkeit besitzen. Eine bequeme
Abbestellung besteht aus einem Link, dessen Anklicken das Streichen der
E-Mail-Adresse bewirkt. Davor kann eine Sicherheitsabfrage erscheinen, um
versehentliches Abmelden auszuschließen.
Abbestellung bei weitergeleiteten Newslettern
Auch wenn ein Empfänger sich einen Newsletter an eine andere Adresse
weiterschickt, muss bei einer Abmeldung die ursprünglich registrierte
E-Mail-Adresse automatisch erkannt und gelöscht werden.
Abmeldung auch mit formloser E-Mail
Eine Abmeldung muss auch durch die "Antworten"-Taste möglich sein – setzt
natürlich voraus, dass die Reply-Adresse korrekt eingerichtet ist. Im übrigen
bedarf die Abmeldung keiner besonderen Form.
D Beschwerden
Für mögliche Beschwerden erreichbar sein
Professionelle Unternehmen unterscheiden sich gerade im Beschwerdemanagement.
Schnell, umkompliziert und lösungsorientiert sollte es sein. Im Gegenzug ist
gerade die Nichterreichbarkeit ja eine typische Eigenschaft von Spammern.
Jede E-Mail enthält alle Impressumsangaben
Unzufriedene Empfänger wandelt man am besten dadurch in zufriedene um, indem man
die wichtigsten Kontaktdaten direkt in den Newsletter schreibt, und einen Link
auf das komplette Impressum auf der Website integriert.
Abmeldungen aus dem Verteiler streichen
Ein Versender muss unbedingt sicherstellen, dass Empfänger die den Newsletter
abbestellt haben, auf gar keinen Fall ein weiteres e-Mailing erhalten. Da dies
quasi ein Garant für Beschwerden ist, muss der Prozess 100%ig funktionieren.
Über den Autor
Die marmato Culas Göring GbR ist eine der führenden Agenturen für E-Mail Marketing Lösungen im deutschsprachigen Raum. Sie bündelt die erforderliche Technikkompetenz mit professionellem Vermarktungs Know-How. Unter anderem nutzen der ADAC Hockenheimring, der DEKRA Konzern und das St. Galler Management Institute aus der Schweiz marmato für erfolgreiche Kundengewinnung und -bindung.
Kontakt
Thomas Göring, Geschäftsführer marmato
Tel. 0711. 24 84 90 - 12
Fax. 0711. 24 84 90 - 29