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Kurzartikel - IFRS und Finanzierungsmix
IFRS
7 in der Praxis - Mehr Risikokontrolle im Finanzierungsmix
Ein
wachsender Gestaltungsspielraum hat häufig auch eine Kehrseite. Mit Leasing,
Mezzanine und Co. bieten sich für Unternehmen vielfältige Finanzierungsquellen
neben dem klassischen Bankkredit. Doch die Kombination unterschiedlicher Formen
der Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung birgt viele Risiken für das Unternehmen
sowie die Kapitalgeber. Abhilfe sollen die neuen internationalen
Rechnungslegungsstandards IFRS 7 schaffen, die das Management zu einem
systematischen und offenen Risikomanagement verpflichten.
Die
neuen Vorschriften stellen das Finanz- und Rechnungswesen vor wachsende
Herausforderungen. Das Berichtswesen muss um Angaben über Kredit-, Liquiditäts-
und Marktrisiken von Finanzinstrumenten ergänzt werden. Gleichzeitig sieht der
Abschlussbericht eine Bewertung aller Risiken vor. Der damit verbundene
Mehraufwand schafft Transparenz für bestehende und zukünftige Kapitalgeber.
Gleichzeitig können Firmen auch nach innen von den Offenlegungsregelungen
profitieren. Dies bestätigt Professor Dr. Thomas Kümpel, Prorektor der Essener
Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM) und Beiratsmitglied des
Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC): „Ein
umfassendes Risikomanagement sichert sowohl operative als auch strategische
Geschäftsentscheidungen ab."
Neue
Herausforderungen an das Berichtswesen
Die
Art und der Einsatz von Finanzinstrumenten werden immer transparenter. Anleger
und Investoren sollen die Finanzsituation von Unternehmen besser einschätzen und
vergleichen können. Für das Berichtswesen ergeben sich nach IFRS 7 zum Teil ganz
neue Anforderungen.
1.
Stellenwert klären: Die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Ertragslage
eines Unternehmens soll im Branchenvergleich deutlich werden. Je häufiger eine
Finanzierungsform genutzt wird, desto umfangreicher sind die Angabepflichten.
2.
Risiken aufzeigen: Art und Umfang der von Finanzinstrumenten ausgehenden Risiken
werden quantitativ erfasst und qualitativ dargestellt. Maßgeblich für die
Berichterstattung sind alle der Unternehmensführung vorliegenden Informationen.
3.
Risikomanagement bewerten: Eine detaillierte Darstellung von Zielen und Methoden
des Risikomanagements bietet einen umfassenden Einblick in die Risikostruktur
einer Gesellschaft. Veränderungen zur Vorperiode sind offen zu legen.
Über
den BVBC
Der
BVBC ist die zentrale Interessensvertretung von Bilanzbuchhaltern und
Controllern in Deutschland. Der Verband diskutiert auf politischer und
wirtschaftlicher Ebene neue Perspektiven des Finanz- und Rechnungswesens sowie
Controlling und gestaltet diese maßgeblich mit. Vom 25. bis 28. April 2007
organisiert der BVBC im Congress Center Sindelfingen mit Bundeskongress und
Fachmesse ReWeCo einen „Marktplatz" für die Bereiche Rechnungswesen und
Controlling.
Kontakt:
BVBC,
Am Propsthof 15-17, 53121 Bonn
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0228/96393-0, Fax: 0228/96393-14
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