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Talent Management – Potenzialträger erkennen und fördern
| von Carola Heck
Nach dem Ausreizen der Produktivitätssteigerungen durch Re-Engineering stehen
viele Unternehmen vor der nächsten Welle: Produktivitätsverbesserung durch
besseres Management der Mitarbeiter mit Potenzial – der Talente eben.
Und oft wird dabei am tatsächlichen Bedarf vorbei geplant – weil die Experten
(Führungskräfte) für den Bedarf zuwenig eingebunden werden. Dabei haben diese
doch mit den Mitarbeiterjahresgesprächen das beste Tool zur Potenzialerhebung in
ihren Händen. Hier setzt professionelles Talent-Management ein. |
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Ein professionelles Talent-Management Konzept besteht aus sechs Elementen:
1. Identifizieren
Zur Identifikation der Potenzialträger sind die Jahresgespräche der
verantwortlichen Führungskräfte der wesentliche Baustein.
Es geht darum, in den Feldern
• Strategisches Management
• Soziale Kompetenz
• Persönliche Wirkung
Mitarbeiter zu erkennen, die hier besonderes Entwicklungspotenzial aufweisen.
Das heißt nicht, dass sie schon fähig sind, spezielle Aufgaben zu übernehmen,
aber dass sie das Potenzial und den Willen zum Erfolg haben. In welchem Maß
welche der drei Dimensionen erforderlich wird, ist von Unternehmen zu
Unternehmen unterschiedlich; so ist es nicht sinnvoll, extern entwickelte Bögen
für die Potenzialanalyse zu nutzen.
Vielmehr empfiehlt es sich, dass Sie in Ihrer Unternehmung Ihre eigenen
Bezugsgrößen, sogenannte Benchmarks definieren, und mit Ihren individuellen
Anforderungen in den Auswahlprozess gehen.
2. Gewinnen
Nun geht es darum, die bestehenden Mitarbeiter mit ins Boot zu holen – sei es in
das neue Projekt, sie für die Umstrukturierung zu begeistern oder sie schlicht
zu befragen, ob sie die Aufgaben, für die Sie sie vorsehen, auch übernehmen
WOLLEN.
Hierfür führen die Führungskräfte zunächst ein Zielgespräch im Sinne eines
Entwicklungsgespräches mit Ihrem Mitarbeiter. Je nach Bedeutung der neu zu
besetzenden Position empfiehlt es sich, mehrere Kandidaten anzusprechen und zu
befragen. Je nach Umfeld kommt es dann zu einem Auswahlprozess zwischen den
Talenten – möge der oder die Beste die Position bekommen und dort eingesetzt
werden.
WICHTIG ist hierbei, dass die unterlegenen Kandidaten, die bei Gesprächen
oder in einem Assessment-Center nicht für die angebotene Position überzeugt
haben, nicht das Gefühl von Versagen und Niederlage haben. Eine solche
Demotivation von qualifizierten Mitarbeitern, die eben nur für genau diese eine
Position nur der zweitbeste waren, vermeiden Sie durch
- Klare Kommunikation und Transparenz des Entscheidungsprozesses
- Angebot von alternativen neuen Aufgaben
Hierfür bedarf es eines weiteren, persönlichen Vier-Augen-Gespräches mit
JEDEM Teilnehmer des Auswahlverfahrens, in dem die neuen Möglichkeiten
besprochen werden.
3./4. Einsetzen und entwickeln gehen Hand in Hand:
wenn der Mitarbeiter in der neuen Position ist, braucht er
- eine klare Aufgabenbeschreibung
- einen Einarbeitungsplan
- einen Paten, die für die Einhaltung des Einarbeitungsplans zusammen mit ihm
verantwortlich ist
Nach circa sechs Wochen sollte ein informelles, aber angekündigtes und
terminiertes Gespräch geführt werden, in dem die fachliche und persönliche
Befindlichkeit des Mitarbeiters erfragt wird. Bedarfsweise können nun schon
erste unterstützende Maßnahmen für den Mitarbeiter anschoben werden.
Nach 100 Tagen erfolgt ein offizielles Gespräch unter Einbeziehung des
Einarbeitungsbeauftragten.
Themen sind:
Was wurde bisher erreicht?
Was läuft gut?
Was läuft unbefriedigend?
Zielvereinbarung für die nächsten drei Monate
Vereinbarung von unterstützenden Maßnahmen der Personalentwicklung
5./6. Beurteilen und belohnen
Bei aller Vorauswahl und Begleitung gibt es immer wieder fachliche, persönliche
und betriebliche Umstände, die dazu führen, dass der Potenzialträger nicht die
Leistungen bringt, die von ihm erwartet werden.
Hier kommt dem Beurteilungsgespräch im Talent Management eine immense
Bedeutung zu. Es geht nicht nur darum, die Leistung zu messen und zu bewerten,
sondern vielmehr um das Erfassen der Gründe. Dieses gilt sowohl für
Minderleistungen als auch für Mehrleistung.
Wichtig ist hier, weder den über- noch den unterforderten Kandidaten auf der
Postion zu „parken“, sondern einen Lösungsweg zu finden, der für das Talent, die
Führungskraft und die Unternehmung gangbar ist.
Wenn ein Mitarbeiter auf einer Position mit falscher Anforderung sitzt,
brennt er aus oder ist demotiviert – genauso schädlich ist es, einen
hochgelobten Potenzialträger nach wenig erfolgreichen Zeiten wie einen
Fussballtrainer „abzusägen“ und zu degradieren. Dieses würde zu mehr
demotivierendem Schaden führen als der gesamte Talent-Management-Prozess an
Nutzen bringt.
Dies ein Weg dazu, qualifizierte Potenzialträger in Ihrem Unternehmen zu
halten und damit die Weichen für die Zukunft zielgerichtet zu stellen.
[Informationen unter:
www.forum-verlag.com/musterjahresgespraeche]
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Auslandspreise auf Anfrage. |
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Best. Nr. |
6020/807 |
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ISBN: |
978-3-933803-30-6 |
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Autor / Herausgeber: |
Dagmar Schur/Michaela Verdel/ Doris Eifert-Kraft |
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