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Von Dipl.-Pädagogin Beatrice Wagner, Bamberg
Denken Sie mal nach, wie die Einführung neuer Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen aussieht? Wer nimmt sich wirklich Zeit für die Neuen? Werden sie nicht größtenteils sich selbst überlassen? Und wenn sie nicht schwimmen, wenn man sie ins kalte Wasser geworfen hat, na ja dafür gibt´s die Probezeit; wer´s nicht schafft, kann gehen. Er/sie kann ja fragen, wenn sie was nicht weiß. Nur diese "Wirf-ins-kalte-Wasser-Strategie" bringt uns nicht weiter. Es geht schon bei so Kleinigkeiten, wie der Kopierer funktioniert, los. Auch tagelanges Aktenwälzen hat nichts mit Einarbeitung zu tun!!
Warum eine systematische Einarbeitung unverzichtbar ist:
Ziele der Einarbeitung:
Der Mitarbeiter
Die Einarbeitung fängt schon bei der Auswahl an. Der häufigste Grund für eine fehlgeschlagene Einarbeitung liegt daran, dass die Schilderung des Unternehmens und die Aufgaben im Vorstellungsgespräch nicht mit der Arbeitsrealität übereinstimmen. So ist der Bewerber schnell enttäuscht und Frustration eine Folge.
Liegen Vertragsunterzeichnung und Einstellungstermin mehrere Wochen auseinander, sollte der/die neue Kollege/-in zu einem Vorgespräch gebeten werden, um ihm/ihr ggf. neuere Entwicklungen zu erläutern bzw. um neue Infos aus dem Markt und aus dem Unternehmen zu geben.
Checkliste vor dem ersten Arbeitstag:
7.1. PC und Telefon
7.2. Arbeitsgeräte: Schreibzeug, Locher, Rechner, Ablagekästen...
7.3. Schlüssel
7.4. Namensschild/Stempel
Bereiten Sie das Team auf den Neuen/die Neue vor!!
Als eine vorgelagerte Möglichkeit bietet sich an, künftige Kollegen mit ins Vorstellungsgespräch einzubeziehen.
Informieren Sie das Team über die Person und Qualifikation des/der Neuen.
Überlegen Sie im Team, wie alle zur Einarbeitung beitragen können, wer für welche „Problemchen“ Ansprechpartner wird und wie man den neuen Kollegen / die neue Kollegin mit den formellen und informellen Spielregeln vertraut machen kann:
Brainstorming:
Unsere formellen Spielregeln:
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Unsere informellen Spielregeln:
-
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Orientierungsgespräche
Z.B. wie nimmt der neue Mitarbeiter sein Umfeld und seine Aufgaben wahr? Kommt er damit zurecht? In diesem zweiten Gespräch sollten Sie auch Anregungen entgegennehmen und ihm/ihr natürlich Orientierung geben. Als Gesprächspartner empfiehlt sich der unmittelbare Vorgesetzte und/oder ein erfahrener Kollege
(Orientierung geben und Grenzen ziehen)
Sofern diese in Ihrem Unternehmen existiert, gehen Sie mit dem/der Neuen die „Broschüre für neue Mitarbeiter“ durch. Wichtig sind die Punkte Geschichte, Strategien, Erfolge, Philosophie, Produkte, Größe, Marktstellung, Zweigstellen, Betriebsabteilungen (wo, Ansprechpartner bzw. Leiter), Organigramm, Betriebsausflüge, Regelungen zu Urlaub, Gehaltszahlung, Fahrtkostenabrechnung, fixe Besprechungstermine...Sozialkatalog, Prämiensystem, Betriebsrat, Kurier, Infoweitergabe, Hinweise auf Schulungen.
Es empfiehlt sich, diese Informationen auf mehrere Tage zu verteilen.
Die Einführung des/der Neuen soll durch den Vorgesetzten erfolgen; der Einarbeitungsprozess möglichst durch das ganze Team. Das bedeutet, dass im Vorfeld überlegt werden muss, wer aus dem Team für welche Infos und Alltagsprobleme (Standort und Funktion des Kopierers, Kantine,...) zuständig ist. Hauptbezugsperson sollte allerdings der unmittelbare Vorgesetzte bleiben.
Hochqualifizierten Mitarbeitern (z.B. in Leitungspositionen) soll ein Mentor zur Seite gestellt werden, der hierarchisch höhergestellt ist. Der Mentor ist Ansprechpartner für besondere Probleme. Mentoren besprechen Marktentwicklungen, Unternehmensstrategie und berichten aus ihren Erfahrungen im Unternehmen.
Der erste Arbeitstag / Checkliste
- Abholen des/der Mitarbeiters/-in / Wo / Wer
- Einführungsgespräch, bspw. zu Geschichte und Größe des Unternehmens sowie zur Organisationsstruktur, damit der/die neue Mitarbeiter/-in seine nächsten Vorgesetzten kennt.
Wichtig sind Informationen zur Stelle und zur Bedeutung der Arbeit des/der Neuen für das Unternehmen.
- Unterlagen für die Personalabteilung:
- Lohnsteuerkarte
- SV-Ausweis
- Krankenkasse
- VWL-Antrag
- Bankverbindung
Zeigen Sie Interesse an der ganzen Person des/der Mitarbeiters/-in: D.h. fragen Sie auch nach Hobbies, Familie, Urlauben...
Nach dem Einführungsgespräch geben Sie dem/der Neuen einen konkreten und leicht zu bewältigenden Auftrag: z.B. jeden direkten Kollegen zu interviewen und Fragen zu seinen Aufgaben zu stellen. So kann der/die Neue gleich die Kollegen kennenlernen.
Auf jeden Fall sollte nach dem Einführungsgespräch von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz gegangen werden und der/die Neue vorgestellt werden und zwar den Kollegen der gesamten Abteilung und den Vorgesetzten.
Außerdem muss überlegt werden, mit wem er/sie außerhalb der Abteilung viel zu tun haben wird; diese Partner soll der/die Neue auch so schnell wie möglich kennenlernen. Denken Sie dabei auch an die Kunden!
Nach dem Einführungsgespräch und dem Rundgang im Unternehmen, folgt die Einweisung am neuen Arbeitsplatz.
Einweisung am neuen Arbeitsplatz:
Telefonverzeichnis, Einweisung
PC-Bedienung
Sofern vorhanden in das Handbuch über allgemeine Abläufe innerhalb der Organisation einweisen
Standorte und Bedienung von Fax, Kopierer, Kaffeemaschine
Sicherheitshinweise: Verbandskasten, Feuerlöscher, Alarmanlage
Zur Einweisung am neuen Arbeitsplatz soll nach der 4-Stufen-Methode vorgegangen werden, um gute Lerneffekte zu erzielen und um die Neuen nicht zu sehr zu überfordern:
Die 4-Stufen-Methode:
Name des / der Mitarbeiters/-in | Abteilung
| Funktion / Stelle
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Erster Tag
| Uhrzeit | Wer |
Abholen / Wo |
| Sekretärin |
vertieftes Begrüßungsgespräch (organisatorische Einordnung; Arbeitssicherheit, Einarbeitungsplan; Zweck und Aufgaben der Stelle (Wichtigkeit der Position darstellen); Arbeitszeiten, Lohn und Gehalt |
| Abteilungsleiter |
Rundgang durch die Abteilung |
| AL |
Mittagspause |
| Kollegen |
Erste Arbeitsbesprechung |
| AL |
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Zweiter Tag
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2. Arbeitsbesprechung Erläutern der Marktposition, Qualitätswesen, konkreten Auftrag zuteilen |
| AL |
Interview der Kollegen |
| Kollegen |
Betriebsbesichtigung |
| AL |
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Dritter Tag
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ersten Arbeitsauftrag (Interview) besprechen |
| AL |
Einweisung am Arbeitsplatz, insbes. EDV |
| AL, EDV |
einfachen, überschaubaren Arbeitsauftrag geben (4-Stufen-Methode) |
| AL und erfahrener Kollege |
Einweisung fortsetzen |
| AL |
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Vierter Tag
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Einweisung in das Kundensystem |
| Frau Y |
3. Arbeitsbesprechung (offene Fragen klären, andere Abteilungen, Einrichtungen vorstellen) |
| AL |
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Fünfter Tag
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Kennenlernen der Abt. X und Mitarbeit dort für 1-2 d |
| Koordination unter den AL |
Besprechen der vergangenen und der nächsten Woche / Fragen klären | 15.00 - | AL |
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Individuelle Planung
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nach 3 Wochen erstes Orientierungsgespräch: | Datum | Geschäftsleitung / AL |
nach 3 Mon. zweites Orientierungsgespräch | Datum | AL / Teamkollege |
3 Wo. vor Ende der Probezeit | Datum | AL / Personalleitung |
Da zum XXXXXX 4 neue MitarbeiterInnen (................); beginnen, wird ein Begrüßungsgespräch durch einen Vorstand für alle am 02.04.01, 8.15 Uhr im Schulungsraum Eschenau vorgeschlagen:
Inhalte:
- Vorstellen der Bank (Geschichte, Größe, Bilanzvolumen, Organigramm)
- genossenschaftlicher Verbund
- Arbeitszeiten
- Gehaltszahlung
- Weiterbildungsmöglichkeiten
- Erklärungen bei Dienstantritt und Unterlagen für Personalabteilung
Name
| Abteilung Revision / Gräfenberg | Funktion Kreditrevisior |
Erster Tag (2.4.)
| Uhrzeit | Wer |
Begrüßung in Eschenau und Vorstellen der Bank | 8.15 |
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GS Eschenau und Personalabteilung besichtigen |
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Abholen am Schalter Gräfenberg | 10.15 |
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vertieftes Begrüß.gespräch (organisator. Einordnung; Arbeitssicherheit, Einarbeitungsplan; Zweck und Aufgaben der Stelle (Wichtigkeit der Position darstellen), Sozialkatalog; regelmäßige Sitzungen; Kompetenzen; Rundgang durch Abteilung und GS Gräfenberg | 10.20 – 13.00 |
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Einweisen am Arbeitsplatz (Telefonverzeichnis, Fax und Bedienung; Küche, Orga-Handbuch, PC) | 14.00 – 16.00 |
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Zweiter Tag (3.4.)
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entstandene Fragen beantworten weitere notwendige Infos geben, z.B. Kurier, Materialbestellung | 8.00 - |
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ersten Arbeitsauftrag geben: Interview der Revisionskollegen-Kollegen (Namen; Aufgaben..) |
| Kollegen |
erste Arbeitsbesprechung (z.B.: woher erhalte ich Infos; wo finde ich Gesetze; Ablauforganisation; Erwartungen) |
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Dritter Tag (4.4.)
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ersten Arbeitsauftrag besprechen |
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einfachen, überschaubaren Arbeitsauftrag geben (4-Stufen-Methode) |
| XX + o. erfahrener MA |
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Vierter Tag (5.4.)
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Gräfenberg; Forchheim, Heroldsberg und Abteilungen Rewe, Mafo besichtigen | Treffpunk 8.30 Eschenau |
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gemeinsames Mittagessen mit den anderen neuen MA und Ansprechpartnern
| 13.00 – 14.00 |
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Nach Rückkunft Einweisung vertiefen
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5. - 9. Tag (6.4. – 12.04.) |
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Abteilung Mafo Aktiv
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| Koordination m. Hr. .... |
Zehnter Tag (13.4.)
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Abteilung Orga (allgemeine und EDV) | 8.15 – 13.00 |
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Besprechen der Wochen / Fragen klären | 14.00 - |
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Abteilung ReWe/Buchhaltung/Controlling |
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Als Hauptansprechpartner wird Hr. .....fungieren (auch für emotionale Dinge); generell sollen die Teamkollegen je nach Beschaffenheit der Aufgabe Ansprechpartner sein. |
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Individuelle Planung
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nach 3 Wochen erstes Orientierungsgespräch: | 28.04.01 |
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nach 3 Mon. zweites Orientier.gespräch | 02.07.01 |
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3 Wo. vor Ende der Probezeit | 07.08.01 |
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