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Jobsuchmaschinen – wie man sich als
Start-Up gegen das „Employer Branding“ der etablierten Unternehmen
durchsetzen kann von Jörg
Malang
1. Einleitung
2. Positionierung als Start-Up
3. Erfolgsfaktoren bei der Personalsuche
4. Trends aus den USA
5. Fazit |
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1. Einleitung
Laut einer aktuellen Studie des BITKOM suchen 38% aller Deutschen
ihren neuen Job über das Internet (bei unter 35 Jahren sind es sogar
55%) Große Unternehmen haben das Potenzial des Internets schon lange
erkannt und schalten regelmäßig Ihre Stellen auf den verschiedenen
Jobbörsen. Gleichzeitig beobachten wir einen Trend zum
Arbeitnehmermarkt, es wird immer offensichtlicher, dass die Unternehmen
Schwierigkeiten haben, die richtigen Bewerber anzusprechen. Im „War for
Talents“ wird es immer wichtiger, Aufmerksamkeit zu erregen. Image soll
und wird transportiert, um attraktiv zu erscheinen. Das „Employer
Branding“ ist derzeit in aller Munde. Aber, was machen die zahlreichen
kleineren Unternehmen? Wie können sie auf diese Konkurrenz um Kandidaten
reagieren?
2. Positionierung als Start-Up
Wenn das Budget für groß angelegte Personalmarketingkampagnen fehlt,
ist es wichtig, sein Budget so effizient wie möglich einzusetzen. Daher
ist es entscheidend, so zielgenau wie irgend möglich dort zu sein, wo
sich die potentielle Bewerberin / der potentielle Bewerber aufhält.
Einer der beliebtesten Einstiegspunkte im Internet sind die
Suchmaschinen, allen voran Google. So ist es nur logisch, dass der
Kandidat dort nach seinem Job sucht. Meist hat er eine genaue
Vorstellung vom Traumjob – und wird von den Suchergebnissen nicht selten
enttäuscht. Der nächste Schritt führt zu Jobbörsen wie Monster & Co..
Die Abdeckung aller in Frage kommenden Stellenanzeigen können Jobbörsen
jedoch nicht leisten, die Folge ist oftmals Frust und eine ewige Odyssee
durch den unübersichtlichen Online-Stellenmarkt. Genau hier müssen sich
Start-Ups, die im Employer Branding – Konzert nicht mithalten können,
positionieren. Sie müssen ihre Stellen von Suchmaschine auffindbar
machen, um dann zum Zuge zu kommen, wenn ein Bewerber nach genau dem
sucht, was das junge Unternehmen zu bieten hat.
Spezialsuchmaschinen zeichnen sich dadurch aus, dass sie spezielles
Know-How in einem bestimmten Bereich haben. Sie verstehen, wie der
Nutzer sucht und bieten meist relevantere Ergebnisse als die Googles
dieser Welt. Kimeta ist z. B. eine Jobsuchmaschine, die sich durch hohe
Relevanz der Treffer im Bereich der Jobsuche auszeichnet.
Doch wie kommt ein Start-Up, das Personal sucht, in den Index solcher
Suchmaschinen? Zunächst einmal ist es wichtig, dass sich die
ausgeschriebenen Stellen auf einem speziellen Bereich der
Unternehmenswebsite befinden. Am besten ist es, wenn jede Stelle eine
eigene URL erhält. Weiterhin ist es wichtig, dass diese Seiten von den
Suchmaschinen-Crawlern gut gelesen werden können. Es sollte auf
Flash-/Ajax-Technologie so weit wie möglich verzichtet werden, viel
wichtiger ist Text im HTML-Format. Wenn man von Google gut lesbar ist,
ist eine gute Voraussetzung dafür gegeben, dass man auch von einer der
Jobsuchmaschinen gelesen werden kann. Es kann allerdings nicht schaden,
wenn man sich bei den Jobsuchmaschinen mit seinen Stellen anmeldet. Bei
Kimeta kann man dies unter der URL http://www.kimeta.de/Unternehmen.aspx
jederzeit tun.

Abbildung 2: Screenshot Seite für
Unternehmen auf Kimeta
3. Erfolgsfaktoren bei der Personalsuche
Neben der optimalen Lesbarkeit der Jobseiten ist es wichtig, sein
Personalmarketing-Budget zu effizient wie möglich einzusetzen. Dies
sollte über einen kontinuierlichen Optimierungsprozess erreicht werden,
bei dem verschiedene Marketingmaßnahmen ausprobiert, ausgewertet und
entsprechend priorisiert werden.
Das Internet bietet die Möglichkeit, sehr genau zu verstehen, wie sich
die Nutzerinnen und Nutzer auf seiner Website verhalten. Es ist sogar
möglich, genau zu tracken, woher die Bewerber genau kommen und das
Budget entsprechend zu verteilen.
Weiterer Erfolgsfaktor ist die Abrechnungsgrundlage. Ist das
Geschäftsmodell „pay-per-publish“ (bezahlt wird ein fixer Betrag,
unabhängig davon, wieviele Nutzer auf die Stellenanzeige auf der eigenen
Website kommen), ist es schwieriger, sein Budget zu optimieren. Eine
faire Abrechnungsgrundlage ist daher anzustreben („per-per-click“,
bezahlt wird nur dann, wenn der Nutzer auf die Stellenanzeige kommt).
Zusammenfassend lässt sich sagen:
• Stellen Sie sicher, dass Ihre Stellenanzeigen so spezifisch wie
möglich getextet sind
• Jede Stellenanzeige hat eine eigene URL
• HTML is King
• Achten Sie auf das Abrechnungsmodell
• Stellen Sie sicher, dass Ihr Erfolg messbar ist
• Allokieren Sie das Budget dort, wo der beste Erfolg zu erzielen ist.
4. Trends aus den USA
Wie so oft, ist man in den USA schon weiter. Dort ist der Trend zur
Jobsuchmaschine schon deutlicher ausgeprägt. Die wichtigsten Player dort
sind indeed.com bzw. simplyhired.com.

Abbildung 3: Homepage von indeed.com

Abbildung 4: Homepage von
simplyhired.com
Ausgerechnet Monster hat vor kurzer
Zeit etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in deren Hauptquartier in
den USA abgebaut. Wir beobachten einen Rückgang der Reichweite der
Jobbörsen, nicht nur bei Monster.

Abbildung 5: Reichweite von monster.com (Quelle:Alexa)
Offenbar erkennen immer mehr Nutzer den Mehrwert einer Jobsuchmaschine:
Zeit und Nerven sparen, indem man mit einer Jobsuchmaschine den
größtmöglichen Überblick über alle online verfügbaren
Stellenausschreibungen hat. Aus diesem Grund haben Indeed bzw.
Simplyhired Abermillionen von Anzeigen gelistet.
Die Unternehmenskunden werden durch Produkte angesprochen, die auf die
oben genannten Erfolgsfaktoren voll einzahlen. Der Trend geht hin zu „pay-per-applicant“
(bezahlt wird nur dann, wenn sich jemand beim Unternehmen bewirbt).
Gleichzeitig werden die Web 2.0 Mechanismen mehr und mehr eingesetzt.
Diese Maßnahmen sind nicht zwangsläufig für Unternehmen kostenintensiv
und daher auch für Start-Ups geeignet.
In Deutschland gibt es drei relativ große Jobsuchmaschinen: jobs.de,
icjobs.de und kimeta.de. Insgesamt bleibt deren Reichweite (noch!)
hinter den etablierten Jobbörsen à la Stepstone zurück. Es ist
allerdings nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande sowohl die
kleineren Unternehmen als auch die Nutzer das Potential der
Jobsuchmaschinen für sich entdecken.
5. Fazit
Auch als Start-Up mit Personalbedarf hat man eine Chance,
qualifizierte Bewerber anzusprechen. Neben der optimalen Lesbarkeit für
Google & Co., sollten Jobsuchmaschinen mit einbezogen werden, um neue
Kandidatinnen und Kandidaten anzuziehen. Wenn dann ein professionelles
Online-Controlling und ein effizienter Einsatz des Budgets hinzukommen,
steht einem Erfolg nur noch im Wege, dass es insgesamt vielleicht zu
wenig gute Kandidaten gibt.
Jörg Malang ist Geschäftsführender Gesellschafter der
kimeta GmbH
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